Am kommenden Wochenende wird auch für RB Leipzig die neue Bundesliga-Saison beginnen. Für die Sachsen stellt sich nach wie vor jedoch die Frage, wer den Abgang von Timo Werner kompensieren soll. Auf der Suche nach einem neuen Stürmer ist bei Wunschkandidat Alexander Sörloth offenbar der Durchbruch gelungen.


Wie der kicker berichtet, steht der Wechsel des 24-jährigen Norwegers zu den Sachsen kurz bevor. Der 1,93 Meter große Stürmer ist derzeit von Crystal Palace in die Türkei zu Trabzonspor ausgeliehen und würde RB Leipzig wohl um die 20 Millionen Euro kosten. Sportdirektor Markus Krösche habe sich sowohl mit dem Spieler als auch dem Klub bereits auf die wichtigsten Rahmenbedingungen verständigt.


Timo Werner und Patrick Schick hinterlassen große Fußstapfen


Fraglich ist, ob Sörloth die großen Fußstapfen, die Timo Werner und der zu Bayer Leverkusen abgewanderte Patrick Schick hinterlassen, auch wirklich füllen kann. Denn: Bisher wusste der Norweger in nur einer Saison wirklich zu überzeugen. In der vergangen Spielzeit konnte er in der Süper Lig mit 24 Toren und neun Vorlagen glänzen, führte Trabzonspor mit seiner Ausbeute sogar zur Vizemeisterschaft.


In den Jahren davor machte Sörloth jedoch nur bedingt auf sich aufmerksam. Der in Trondheim ausgebildete Stürmer lief in seinem jungen Alter bereits für fünf verschiedene Vereine auf - ohne groß aufzufallen.


RB Leipzig schließt Kader-Planungen ab


Für den großen Skandinaven hatte sich jedoch Trainer Julian Nagelsmann ausgesprochen, der vor allem die Größe und die damit verbundene Wucht und Mentalität seines neuen Angreifers für ein belebendes Element im Spiel des diesjährigen Champions-League-Halbfinalisten hält. Mit dem Transfer Sörloths ist der Investitionsrahmen des Klubs nun auch endgültig aufgebraucht. Insgesamt 30 Millionen Euro steckte man in die Personalien Sörloth, Hee-Chan Hwang und Lazar Samardzic. Dazu kommen die ausgeliehenen Angelinho und Benjamin Henrichs.


Dennoch wirkt der Kader der Leipziger noch nicht hunderprozentig vollständig. Die Lücke, die Timo Werner mit seinem Wechsel zum FC Chelsea in die vorderste Angriffslinie gerissen hat, wird die Mannschaft wohl im Kollektiv wieder zusammennähen müssen.