Dayot Upamecano war einer der Shootingstars der abgelaufenen Saison. Der 21-jährige Franzose begeisterte mit seiner reifen Spielweise und rief haufenweise namhafte Interessenten auf den Plan. Ende Juli dann der Clou: Upamecano verlängerte sein Arbeitspapier in Leipzig. Aber: dank einer verhältnismäßig niedrigen Ausstiegsklausel droht ein Verlust des Verteidigers im nächsten Jahr, wie der kicker erfuhr.


Dayot Upamecano ist eine Bank in der Defensivreihe von RB Leipzig. Der Franzose entwickelte sich zu einem der besten Verteidiger der Bundesliga. Besonders seine Geschwindigkeit löst bei gegnerischen Angriffen nicht selten problematische Situationen. Auch die Routine des jungen Franzosen ist außergewöhnlich gut ausgeprägt - bereits 111 Mal lief "Upa" für Rasenballsport auf.


Verlängerung als Abschiedsgeschenk?


Marktwertgerechte 60 Millionen Euro verlangten die Roten Bullen für ihren Abwehrchef - zu viel für die zahllosen Interessenten, die einen großen Bogen um die veranschlagte Summe machten.
Unter anderem sollen der FC Arsenal und der FC Bayern an den Diensten des Franzosen interessiert gewesen sein. Aber auch finanzstarken Klubs waren 60 Millionen zu viel.


herausragender Verteidiger - Upamecano (re.)

Ende Juli nun ein Jubelschrei in Leipzig: Dayot Upamecano verlängerte seinen Vertrag bis 2023. Der 21-Jährige ist ein zentrales Gesicht der jungen, hungrigen Mannschaft und prägte in den letzten Jahren den Aufschwung des Vereins. Auch auf 26 Spiele auf internationalem Niveau kann der U21-Nationalspieler Frankreichs bereits zurückblicken - ein beachtliches Repertoire.


Trotz aller Euphorie rund um die Verlängerung des Leistungsträgers könnte die Freude trügen, denn: Der neue Vertrag beinhaltet eine Klausel, die interessierten Klubs in die Karten spielen könnte und die womöglich letzte Saison Upamecanos in Leipzig einläutet.


Timo Werner 2.0? - günstige Ausstiegsklausel im nächsten Jahr


Der neue Vertrag von Dayot Upamecano bei RB Leipzig beinhaltet eine lukrative Ausstiegsklausel, die deutlich unter dem veranschlagten Preisschild dieses Jahres liegt. Berichten zufolge sind im Jahr 2021 lediglich 42 Millionen Euro nötig, um den Innenverteidiger aus Leipzig loszueisen.
Wie im Fall Timo Werner wäre es also möglich, Upamecano unter aktuellem Marktwert (lt. transfermarkt.de 45 Millionen Euro) zu verpflichten. Schon Timo Werner verließ die Roten Bullen dank einer Ausstiegsklausel in Richtung FC Chelsea.


Längerfristiger Verbleib in Leipzig nur bei Gewinn eines Titels? - Dayot Upamecano (li.)

Es könnte nun also die letzte Saison für Dayot Upamecano in Leipzig sein. Egal, was auch passieren wird, der Franzose ist ein weiteres Beispiel für die hervorragende Arbeit des RB-Komplexes. Von Salzburg, über Leipzig zu einem internationalem Topverein? Diese Frage wird wohl in einem Jahr beantwortet. Bis dahin könne die Roten Bullen weiter auf ihren Top-Verteidiger vertrauen und womöglich eigene Argumente sammeln, um den Franzosen länger zu binden - beispielsweise mit einem Titel.