Immer bitter, wenn deine Mannschaft gerade ein wichtiges Spiel verloren hat. Noch bitterer jedoch, wenn das nationale Fachblatt dir die schlechteste Note aller Spieler auf dem Platz gibt - und dich somit indirekt als einen der Hauptschuldigen an der Niederlage ausmacht. Genau das ist PSG-Rechtsverteidiger Thilo Kehrer (23) beim Champions-League-Finale gegen die Bayern (0:1) passiert. Entsprechend ploppen schon zwei Tage nach dem Endspiel die ersten Gerüchte über potentielle Neuverpflichtungen für die rechte defensive Außenbahn der Pariser auf.


Die rechte Seite könnte als Schwachstelle im Defensivsystem der Pariser bezeichnet werden. An einen Juan Bernat oder auch Layvin Kurzawa auf der linken Seite kommen ihre Pendants auf der rechten Seite nicht heran. Hatte sich wohl auch Hansi Flick gedacht, und überraschend den schnellen Kingsley Coman für die Startelf im Finale nominiert. Und der wirbelte Kehrer und allgemein die rechte Abwehrseite der Franzosen ein ums andere Mal kräftig durcheinander.


Zur Pause konnte Kehrer noch gerade so, nach Punkten, mithalten. Zumindest stand es da noch 0:0. Im zweiten Durchgang jedoch war er es, der Coman nicht am spielentscheidenden Kopfball zum 1:0 hindern konnte. Auch in den folgenden knapp zehn Minuten sah Kehrer vom Franzosen auf bayrischer Seite meist nur die Hacken - ehe er durch Comans Auswechslung ein wenig entlastet wurde. Comans Nachfolger Perisic beschränkte sich in der Folge auf das Notwendigste.


Hier hatte Kehrer Glück, keinen Strafstoß gegen sich verhängt zu bekommen. Häufig sah er nur Davies´Hacken

Nur noch zwei nominelle Rechtsverteidiger im Kader von PSG


Da im Juli bereits Thomas Meunier an den BVB verkauft wurde, stehen im aktuellen Kader der Pariser mit Thilo Kehrer und Youngster Colin Dagba (21) nur noch zwei nominelle rechte Verteidiger im Kader. Eindeutig zu wenig, um langfristig in Europa Erfolg zu haben. Nicht zuletzt unter den Eindrücken des Spiels gegen die Bayern. So kann es deshalb nicht verwundern, dass bereits erste Namen mit dem PSG in Verbindung gebracht werden.


Einem Bericht von RMCSport zufolge, führt eine dieser Spuren zum spanischen Nationalspieler Héctor Bellerin, der beim FC Arsenal unter Vertrag steht. Bellerín wurde in der Vergangenheit auch schon mit Real Madrid und dem FC Barcelona in Verbindung gebracht.


Eigentlich ist der 25-jährige Spanier noch bis 2023 an die Gunners gebunden. Doch beim FC Arsenal, der seine eigentlich eher schwache Saison zumindest mit dem Sieg im FA-Cup (2:1 im Finale gegen Chelsea) kaschieren konnte, steht unter Mikel Arteta ein größerer Umbruch bevor - dem auch Bellerín zum Opfer fallen könnte.


Bellerín könnte Geld in die Gunners-Kassen spülen


Tatsächlich soll der Spieler, so die zitierte Quelle, auch schon den Parisern angeboten worden sein. Die Gunners, die den Sprung in die Champions League abermals verpasst haben, sind in diesen Corona-Zeiten mehr denn je auf üppige Verkaufserlöse angewiesen, um den Kader nach den Wünschen ihres spanischen Trainers umbauen zu können. Bellerín könnte einige Millionen in die Kassen spülen. Der Marktwert des Katalanen (in Badalona geboren) wird vom Portal transfermarkt.de auf 32 Millionen Euro taxiert.