Lautaro Martínez von Inter Mailand ist neben einer angestrebten Rückkehr von Neymar das prioritäre Transferziel des FC Barcelona für die kommende Spielzeit. Mit dem Spieler haben die Katalanen mittlerweile einige Einigung erzielt. Doch die Mailänder beharren weiterhin auf der Ausstiegsklausel für den Argentinier. Und die ist happig.


111 Millionen Euro. Nicht mehr - aber eben auch keinen Cent weniger fordern die Italiener weiterhin für ihren 22-jährigen Stürmer. Daran ließ Piero Ausilio, Sportdirektor der Nerazzurri, gegenüber Sky Italia keinerlei Zweifel.


Wenn sie Lautaro haben wollen, müssen sie die Klausel zahlen. Piero Ausilio, Inter-Sportdirektor

Inter gibt sich weiterhin unnachgiebig


"Wenn sie Lautaro haben wollen, müssen sie die Klausel zahlen." Denn aus Sicht der Italiener sei gar nicht geplant, den Stürmer abzugeben. "Lautaro steht nicht zum Verkauf. Barça hat uns kontaktiert, und wir pflegen eine gute Beziehung zueinander. Aber wir haben ihnen gesagt, dass wir den Spieler nicht verkaufen. Es gibt nur eine Möglichkeit, damit Martínez Inter verlässt: und das ist die Zahlung der Klausel. Jeder kennt sie, und es bringt nichts, sie zu ignorieren. Die Klausel ist anspruchsvoll, weil sie an Fristen gebunden ist und finanzielle Kompromisse einschließt, die sehr genau eingehalten werden müssen. "


Desweiteren detaillierte Ausilio: "Es ist eine Klausel, die in den ersten Juli-Tagen verstreicht. Somit dauert sie nicht lange, und sie ist die einzige Möglichkeit, um Martínez von Inter zu trennen. Weder diskutieren noch behandeln wir das Thema Lautaro zur Zeit mit niemandem. Und zwar aus dem einfachen Grund, dass wir auf ihn setzen. Er ist ein wichtiger Bestandteil des Klubs. Und wir sollten auch nicht vergessen, dass er bei Inter noch drei Jahre unter Vertrag ist."


Barça will Ablösesumme durch Verrechnung mit Spielern senken


Für den FC Barcelona bahnen sich somit noch einige zähe Verhandlungsrunden mit den Norditalienern an. Dass der FC Barcelona die 111 Millionen Euro zahlt, gilt momentan als unwahrscheinlich, ob der auch durch die Corona-Krise geschwächten Finanzen des Klubs. Die Strategie der Blaugrana wird darauf abzielen, den einen oder anderen Spieler als Verhandlungsmasse in die Gespräche mit den Inter-Verantwortlichen einzubeziehen. Zuletzt ist in diesem Zusammenhang immer wieder der Name von Arturo Vidal gefallen, den Antonio Conte liebend gerne in seinem neuen Inter-Projekt sehen würde. Doch der Chilene hegt offenbar gar keine Abwanderungsgedanken.