Die Zukunft von Florian Kohfeldt bei Werder Bremen ist und bleibt offen. Der Coach wollte sich nach dem Klassenerhalt nicht genau äußern - es heißt, intern gäbe es weiter Zweifel bezüglich einer gemeinsamen Zukunft. Mit Sandro Schwarz soll bereits Kontakt zu einem möglichen Nachfolger herrschen.


Es war eine wahre Zitterpartie am Montagabend, durch die sich Werder Bremen in der Bundesliga halten konnte. Dank des 2:2-Remis und der damit einhergehenden Auswärtstor-Regel gegen den 1. FC Heidenheim konnte sich das Team von Trainer Florian Kohfeldt noch kurz vor knapp vom Abstiegs-Szenario befreien.


Bremer Uneinigkeit bezüglich Kohfeldt-Zukunft - Sportchef Baumann hofft auf Zusammenarbeit


Dass die Bremer Vereinsverantwortlichen so lange und treu an ihrem Trainer festgehalten haben, und das trotz einer bemerkenswert großen Differenz zwischen Europa-Träumen und dem Alltag, der da wöchentlicher Abstiegskampf hieß, war beeindruckend und nicht selbstverständlich. Auch ein Teil der Fans hatte sich immer wieder für den emotionalen Fußballlehrer ausgesprochen - am Ende, den Umständen entsprechend, die richtige Devise.


Die Spannung löste sich auch bei Kohfeldt erst nach dem Abpfiff

Ob es eine gemeinsame Zukunft zwischen Werder und Kohfeldt geben wird, ist aber noch offen. Sport-Geschäftsführer Frank Baumann erklärte nach dem Spiel seine klare Absicht, mit dem 37-Jährigen weiterarbeiten zu wollen. Schließlich habe er gezeigt, dass er "schwierige Situationen meistern kann". Der Coach selbst hingegen wollte sich nicht zu seiner Zukunft äußern, erklärte lediglich, dass es ein 'Weiter so' nicht geben dürfe und nicht geben werde - was auch immer das schlussendlich heißen mag.


Wie der Sportbuzzer erfahren hat, soll es in der Vereinsführung ohnehin keine klare Meinung geben. Vielmehr werde "heftig spekuliert", ob Kohfeldt Bremen verlassen könnte. Auch die Gerüchte um die TSG Hoffenheim, die stark an den Diensten des Trainers interessiert sein soll, reißen trotz Berater-Dementi noch nicht ab.


Sandro Schwarz als möglicher Nachfolger: Trainer-Berater mit guten Kontakten in Bremen


Zudem soll es schon einen möglichen Plan B zu Kohfeldt geben: Zu Sandro Schwarz sei bereits Kontakt aufgenommen worden, heißt es beim Sportbuzzer weiter. Dieser war bis in den November hinein beim FSV Mainz 05 tätig, ehe ihm augenscheinlich kein glückliches Händchen im Kampf um den Klassenerhalt attestiert wurde.


Sandro Schwarz musste seinen Hut in Mainz zum Ende der Hinrunde nehmen

Auch Schwarz, der in der Bundesliga ebenfalls viele Sympathien sammeln konnte, wird von Marc Kosicke vertreten - ebenso wie Kohfeldt. Der Trainer-Berater arbeitet auch für Kollegen wie Jürgen Klopp oder Julian Nagelsmann, ihm werden sehr gute Kontakte und ein gutes Verhältnis zum SV Werder nachgesagt. Womöglich ein für die Führungsetage positiver Aspekt, der auch für eine Zusammenarbeit mit Schwarz sprechen könnte.


Noch in den nächsten Tagen soll es richtungsweisende Gespräche an der Weser geben. Die Personalie Florian Kohfeldt wird dann, als eine von vielen Gesprächspunkten, im Mittelpunkt stehen.