In seinen gerade mal fünf Spielen für die Blaugrana hat sich der 17-jährige Pedri (Pedro González López) schon in die Herzen der Anhänger gespielt. Zusammen mit Ansu Fati (17) oder dem Portugiesen Francisco Trincão (20) steht er für die Zukunft des Klubs. Dabei wäre er fast bei Real Madrid gelandet.


Probetraining bei Reals Junioren


Doch die wussten an jenem kalten Februartag des Jahres 2018 irgendwie nichts mit dem schmächtigen Kanaren anzufangen. Sogar geschneit hatte es an besagtem Montag, wodurch der Platz der Junioren der Blancos unbespielbar war.


Am folgenden Dienstag trainierte der Teenager dann zum ersten Mal im Trikot der Madrilenen. Zwei Tage später abermals, denn am dazwischenliegenden Mittwoch war ein Testspiel der Junioren angesetzt, bei dem Pedri nicht teilnehmen durfte.


Mit diesen spärlichen Eindrücken erarbeiteten die Verantwortlichen der Königlichen dann ihren Bericht - und kamen zu dem Schluss, dass der Spieler nicht das nötige Niveau hatte, um in ihre Jugendabteilung einzutreten.


Auch die zweite Gelegenheit ließen die Blancos verstreichen


Doch manchmal scheint es das Schicksal gut mit einem zu meinen. Und so hatten die Macher von La Fábrica, wie das Nachwuchszentrum Reals in Spanien nur genannt wird, eineinhalb Jahre später, im Sommer 2019, erneut die Chance, sich eines der großen spanischen Talente zu sichern. Doch abermals senkten sie den Daumen.


Nicht so Pepe Mel, zu dieser Zeit Trainer der Profi-Mannschaft der UD Las Palmas. Der nämlich beorderte Pedri von der Nachwuchsmannschaft der Kanaren direkt in den Profi-Kader.


Und plötzlich wurden sie hellhörig in Madrid. Ein noch nicht mal 17-Jähriger im Profi-Kader eines Zweitliga-Klubs! Den wollen wir uns doch noch mal näher angucken. Doch mittlerweile war auch der FC Barcelona aufmerksam auf den filigranen Techniker geworden - und legte im Sommer dieses Jahres fünf Millionen Euro für ihn auf den Tisch.


Eine Summe, die sich immer mehr als Schnäppchen entpuppt. Denn Pedri ist nicht nur dabei, beim FC Barcelona, sondern mittendrin. Mittlerweile zum spanischen U21-Nationalspieler avanciert, spielt er bei den Azulgrana schon im jungen Alter eine immer wichtigere Rolle in den Plänen Ronald Koemans.


Und in Madrid dürften sie sich mittlerweile mächtig ärgern, einen der vielversprechendsten Spieler des Landes nicht richtig eingeschätzt zu haben. Und eine dritte Chance werden sie wohl nicht mehr bekommen. Manche Züge kommen halt nur einmal vorbei. Oder allerhöchstens zweimal.