Mit 8:2 fegte der FC Bayern über den FC Barcelona hinweg und steht nun im Halbfinale der Königsklasse. Der kommende Gegner lautet entweder Manchester City oder Olympique Lyon. Vertraut Trainer Hansi Flick auf dieselbe Startelf wie gegen Barca oder installiert er einen Rückkehrer?


Denn mit Benjamin Pavard befindet sich der etatmäßige Rechtsverteidiger dieser bislang sensationellen Saison der Bayern wieder im Training.


Der sich eigentlich lieber im Mittelfeld sehende Joshua Kimmich vertrat Pavard zuletzt als rechter Verteidiger - eine Position, die Kimmich bestens aus der Vergangenheit kennt und eigentlich nicht mehr übernehmen wollte.


Kimmich als Risiko - doch Flick braucht keine Unruhe


Nachdem Kimmich zu Beginn seiner Laufbahn in München zu einem der besten Außenverteidiger der Welt heranreifte, tut er sich nach seiner "Beförderung" in die Mittelfeldzentrale schwer, seine alte Rolle fokussiert auszufüllen. Zwar konnte er gegen Barca einen eigenen Treffer beisteuern, jedoch stand er nicht nur beim zwischenzeitlichen 1:1 schlicht zu hoch.

Barcelona kam immer wieder gefährlich über seine Seite, die als Schwachstelle ausgemacht wurde. Nachdem die von vornherein unwürdig auf- und eingestellten Spanier dann das Spiel über sich ergehen ließen, fiel dies jedoch nicht mehr ins Gewicht.

Auch Alphonso Davies gab vielmehr den Flügelstürmer, allerdings verfügt der Kanadier über eine derartige Geschwindigkeit, dass er selbst verursachte Lücken auch schnell wieder schließen kann - im Gegensatz zu Kimmich. Hinzu kommt, dass man ob der fehlenden Zuschauer die Kommentare der Bayern-Spieler wohl in Kimmichs Richtung lautstark vernehmen konnte - von "du stehst zu hoch" bis "wir spielen hier immer noch eine Viererkette" war einiges dabei.


Kimmich als Rechtsverteidiger in der Spitze

Setzt Flick nun wieder auf den eher stabilen Pavard, könnte Kimmich wieder in dies Zentrale rücken. Allerdings gaben dort Thiago und Goretzka zuletzt eine blendende Figur ab, es gibt schlicht keinen Grund, das funktionierende Duo aus Spielmacher Thiago und Dauerläufer Goretzka zu sprengen.

Vieles spricht jedoch dafür, dass Flick seine Startelf beibehalten und Pavard zunächst auf der Bank sitzen wird. Denn zum einen kommt der Franzose gerade erst von seiner Fußverletzung zurück und stellt damit ein mögliches Risiko dar, zum anderen ist ein unzufriedener Kimmich das Letzte, was die Bayern bei der "Mission Triple" gebrauchen können.