So allmählich kommt das Transfer-Karussell in Europa in Fahrt. Überall verhandeln die Manager mit Spielern, Beratern und ihren Amtskollegen. So auch bei Paris St. Germain, für das die Saison nach dem vorzeitigen Abbruch der Ligue1 rein sportlich bereits beendet ist.


Alex Telles erster Transfer von Paris SG für die kommende Saison


Auf dem Transfermarkt sind die Macher des Hauptstadtklubs jedoch schon seit längerem emsig unterwegs. Einem Bericht der portugiesischen Fachzeitschrift A Bola zufolge, soll auch schon der erste Deal für die kommende Saison so gut wie unter Dach und Fach sein. Es handelt sich dabei um den brasilianischen Linksverteidiger Alex Telles (27). Der steht noch beim FC Porto unter Vertrag - soll aber wohl schon in den kommenden Tagen einen ausgehandelten Vertrag beim Tuchel-Klub unterschreiben.


Schnürt demnächst für Paris SG die Fußballschuhe: Alex Telles

Beide Vereine haben dabei Zugeständnisse gemacht. Ursprünglich wollten die Drachen satte 40 Millionen Euro von den Franzosen haben. Die wiederum wollten eigentlich nicht mehr als 20 Millionen für den besten Linksverteidiger der portugiesischen Liga zahlen. Jetzt sollen sich beide Vereine zwar nicht ganz in der Mitte getroffen haben - aber für nunmehr 25 Millionen Euro wird Telles demnächst die Vereinsfarben wechseln.


Eine Rolle gespielt haben dürften in diesem Zusammenhang die zuletzt schlechten Erfahrungen seitens der Porto-Verantwortlichen bezüglich der Abgänge von Héctor Herrera und Brahimi. Erstgenannter ließ im vergangenen Sommer seinen Vertrag in Porto auslaufen und ging dann zum Null-Tarif zu Atlético Madrid. Brahimi wiederum schloss sich dem katarischen Al-Rayyan-Sports Club an. Auch für ihn sah der FC Porto keinen Cent.


Und wie das so ist, mit den Tauben auf dem Dach und dem Spatz in der Hand: Am Ende lenkten die Portugiesen ein und "verzichteten" auf 15 Millionen. Im Sommer 2021 wäre Telles' Vertrag bei den Dragoes ausgelaufen.


Einigung mit Inter Mailand bezüglich Icardi in Sicht


Eine weitere heiße Personalie bei PSG ist weiterhin Stürmer Mauro Icardi. Die argentinische Leihgabe von Inter Mailand hat sich in Paris bestens eingelebt und kann sich einen längerfristigen Verbleib in der Stadt des Lichts vorstellen. Eine Rückkehr nach Mailand wäre nach den Vorkommnissen der Vergangenheit wohl auch kaum noch darstellbar. Zu oft hatten Icardi (und dessen Ehefrau) mit ihrem extravaganten Verhalten die Klub-Bosse und auch die eigenen Fans brüskiert. Deshalb geben sich die Norditaliener in dieser Causa auch weitaus kompromissbereiter als z.B. bei ihrem anderen argentinischen Stürmer Lautaro Martínez.


Wird in diesem Trikot wohl nicht mehr auflaufen: Mauro Icardi

Der französischen Sportzeitung L'Équipe zufolge soll die Vereine nicht mehr viel trennen. Ursprünglich war für Icardi, dessen Leihe Ende dieses Monats endet, eine Kaufoption von 70 Millionen Euro vorgesehen. Diese werden aber nicht fließen. Momentan steht ein Grundbetrag von 55 Millionen Euro im Raum, zuzüglich bestimmter Boni. Dem Internet-Portal transfermarkt.de zufolge könnte schon in den kommenden Tagen ein Durchbruch in den Verhandlungen erzielt werden.


"Die Zeit drängt. Der mit Icardi im vergangenen Sommer ausgehandelte Vertrag gilt nur bis Ende Mai. Findet man bis dahin keine Einigung, muss dieser neu verhandelt werden und Juventus könnte plötzlich wieder ins Spiel kommen. Da das aber weder Inter noch Paris wollen, wird der Transfer wohl bis Samstag fix sein", glaubt der für den italienischen Transfermarkt zuständige Experte des Portals, Jatin Dietl.