Für die Bundesliga und die DFL ist es ein herber Schlag: Christian Seifert will seinen 2022 auslaufenden Vertrag als Chef der Deutschen Fußball-Liga nicht verlängern und aus seinem Amt ausscheiden!


Wie die Bild berichtet, mach Seifert im Sommer 2022 als DFL-Boss Schluss. Der 51-Jährige soll DFL-GmbH-Aufsichtsratsvorsitzenden Peter Peters am vergangenen Freitag darüber informiert haben. Dieser teilte Seiferts Entschluss dem Präsidium und dem Aufsichtsrat mit. Mittlerweile hat Seifert dies offiziell bestätigt.


Seit 2005 ist Seifert bei der DFL tätig und ist seither unumstritten. Die Einnahmen durch die TV-Rechte stiegen unter ihm von 400 Millionen Euro auf über eine Milliarde. In der Corona-Krise war Seifert das Gesicht der DFL, der die Situation mit viel Weitblick und Bedacht meisterte.


Seifert bezieht Stellung


Am Montagmorgen hat Christian Seifert den Entschluss offiziell bestätigt und ein Statement abgegeben:


"Dies sind anspruchsvolle Zeiten, die danach verlangen, Klarheit und Verlässlichkeit zu schaffen. Das gilt für die DFL als Ganzes und auch für meine beruflichen Ambitionen. Deshalb habe ich Herrn Peter Peters als Aufsichtsratsvorsitzenden darüber informiert, dass ich die DFL nach Ablauf meines Vertrages im Juni 2022 verlassen werde.


Diese Entscheidung ist bereits jetzt wichtig, damit der Aufsichtsrat frühzeitig die Möglichkeit erhält, diese Tatsache in Überlegungen zur künftigen Organisation der DFL GmbH einfließen zu lassen.


In meiner Funktion an der Spitze der DFL konnte ich die Entwicklung einer der größten Sportligen der Welt, einer bedeutenden gesellschaftlichen Institution sowie den Aufbau eines der innovativsten Medienunternehmen Deutschlands aktiv gestalten. Das war Ehre und Freude zugleich.


In zwei Jahren möchte ich ein neues berufliches Kapitel aufschlagen.


Bis dahin werde ich mich in meinen DFL-Funktionen auf die aktuellen und kommenden Herausforderungen selbstverständlich weiter mit größter Ambition und vollem Einsatz fokussieren."


Umso härter dürfte der Schlag für die Liga sein, ab 2022 ohne Seifert weitermachen zu müssen. Zwei Jahre hat man nun Zeit, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Man darf gespannt sein, wie die DFL dies löst - die Fußstapfen von Seifert sind riesig.