Der französische U21-Nationalspieler Eduardo Camavinga steht längst auf dem Zettel zahlreicher europäischer Topklubs. Bislang galt Real Madrid als wahrscheinlichstes Ziel für den 17-jährigen Mittelfeldspieler von Stade Rennes. Doch die Königlichen wollen noch ein Jahr mit dem Transfer warten. Grätscht nun der FC Bayern dazwischen?


Wie das spanische Sportblatt as berichtet, soll Real Madrid für diesen Sommer kein Angebot für Camavinga planen. Die Königlichen wollen in der Coronakrise für den Mittelfeldyoungster finanziell noch nicht in die Vollen gehen.


Der Berater des Franzosen, Moussa Sissoko, soll demnach die Madrilenen darüber informiert haben, dass Camavinga mehrere Top-Angebote für diesen Sommer vorliegen und er sich einen Wechsel schon 2020 sehr gut vorstellen könne.


FC Bayern und PSG wollen Real Camavinga wegschnappen


Bislang war man davon ausgegangen, dass Camavinga durchaus noch ein Jahr bei seinem Jugendklub plant. Stade Rennes ist als Dritter der abgebrochenen Ligue-1-Saison für die Champions League qualifiziert. Klub-Präsident Nicolas Holveck erklärte Ende Juni: "Wir haben mit ihm vereinbart, dass er noch ein weiteres Jahr bei uns bleibt."


Doch das Werben weiterer Spitzenklubs hat den 17-Jährigen wohl noch einmal ins Grübeln gebracht. Laut as soll allen voran der FC Bayern vorpreschen und derzeit die Pole-Position inne haben. Daneben wird auch PSG als mögliches Ziel für Camavinga genannt.


Der deutsche Rekordmeister hatte zuletzt durchblicken lassen, dass man sich im zentralen Mittelfeld noch einmal verstärken wolle. Das hängt wohl eng mit dem bevorstehenden Abgang von Thiago zusammen. Und auch Corentin Tolisso könnte den FCB bei einem passenden Angebot noch diesen Sommer verlassen.


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Camavinga wäre für den FC Bayern sehr teuer


Camavinga würde perfekt in die Transfer-Strategie der Münchener passen, die sich zuletzt vermehrt auf junge, entwicklungsfähige Spieler fokussiert haben. Nach der Absage von Jude Bellingham wäre Camavinga eine logische Option. Beide spielen im zentralen Mittelfeld, beide sind erst 17 Jahre alt.


Der große Haken: Camavinga steht bei Rennes noch bis 2022 unter Vertrag, sein Marktwert ist mit 37,5 Millionen Euro noch einmal deutlich höher als der von Bellingham. Heißt: Der FC Bayern müsste ziemlich tief in die Tasche greifen. Eine Ablöse jenseits der 50 Millionen Euro scheint realistisch zu sein. Ob der FCB bereit ist, diesen Sommer eine solche Summe für einen 17-Jährigen auf den Tisch zu legen, darf angezweifelt werden.