Bevor die europäischen Klubwettbewerbe in eine länderspielbedingte Pause von drei Wochen gehen, stehen an diesem Dienstag und Mittwoch einige hochinteressante Partien auf dem Programm. Europacup-Nostalgiker kommen dabei genau so auf ihre Kosten wie Fans des Hier und des Jetzt.


Am Dienstag zwei direkte Duelle ehemaliger CL-Sieger


Speziell der morgige Dienstag wartet mit einer guten Portion Nostalgie auf. In zwei der acht Spiele sind ehemalige Sieger der Champions League (oder des Europapokals der Landesmeister) unter sich. Der FC Porto, der sich den Henkelpott 1987 (im Finale gegen den FC Bayern und mit dem unvergessenen Hackentor von Rabah Madjer) und 2004 sichern konnte, empfängt Olympique Marseille, das 1993, mit Rudi Völler auf dem Platz, die Trophäe durch einen 1:0-Sieg gegen den AC Mailand gewann.


Doch vor allem ein Spiel wird morgen die Aufmerksamkeit des Kontinents auf sich ziehen: Real Madrid gegen Inter Mailand. Diese Paarung umwehte schon in den fünfziger und sechziger Jahren das Fluidum des europäischen Fußball- Hochadels. 1964, in Wien, war es sogar das Endspiel im wichtigsten Vereinswettbewerb der Welt. Mit 3:1 behielten die Nerazzurri damals die Oberhand.


Die Rückkehr von Hakimi ins Bernabéu-Stadion


PIkanterie am Rande: Es ist auch die Rückkehr des Achraf Hakimi an seine einstige Wirkungsstätte. Der in Madrid geborene Marokkaner mit spanischem Pass durchlief seit seinem siebten Lebensjahr alle Jahrgänge der Königlichen und konnte sich ab der Saison 2017/18 auch für die erste Elf der Profis immer öfter empfehlen.


In den vergangenen zwei Jahren sorgte Hakimi beim BVB für Furore

Um jedoch zu mehr Einsatzzeiten zu kommen (an Dani Carvajal war für ihn auf Strecke kein Vorbeikommen), wechselte der Rechtsverteidiger 2018 auf Leihbasis zu Borussia Dortmund, wo er zwei Jahre lang blieb und zu einem Leistungsträger der Westfalen wurde. In diesem Sommer wurde er dann endgültig und gegen eine Ablösesumme von 40 Millionen Euro nach Mailand verkauft.


Mittwoch-Partien im Zeichen der Ungleichheit


Gegen diese Partien fallen die sportlich nicht minder interessanten Aufeinandertreffen zwischen Schachtar Donezk und Borussia Mönchengladbach, RB Salzburg und FC Bayern München oder Atalanta Bergamo und FC Liverpool etwas ab. Auch die Begegnung der "Moneyballer" aus dem dänischen Midjtjylland gegen Ajax Amsterdam verspricht einiges.


Diesem hochinteressanten Dienstag folgt ein Mittwoch mit fast ausschließlich Spielen, in denen es eine mehr oder minder große Favorit-Außenseiter-Konstellation gibt. Bis auf die Partie RB Leipzig - Paris St. Germain, die als "Neuauflage" des letztjährigen Halbfinales daherkommt. Die große Chance also für die Mannen um Trainer Julian Nagelsmann, sich für das ernüchternde 0:3 von Lissabon zu revanchieren.