Der SC Freiburg musste auch in diesem Sommer den einen oder anderen Leistungsträger ziehen lassen. Neben Schlussmann Alexander Schwolow haben auch Robin Koch und Luca Waldschmidt den Verein verlassen. Den Breisgauern wurde daher von vielen Seiten eine schwere Saison prophezeit. Bislang zog sich die Mannschaft von Trainer Christian Streich allerdings mehr als achtbar aus der Affäre und sammelte an den ersten beiden Spieltagen vier Punkte. Großen Anteil am erfolgreichen Saisonstart hat Nils Petersen, der sich auch in seiner siebten Saison beim SC weiterhin pudelwohl fühlt.


Mit der Verpflichtung von Petersen haben die Freiburger zweifelsohne einen wahren Volltreffer gelandet. Im Januar 2015 wechselte der Stürmer zunächst auf Leihbasis von Werder Bremen in den Breisgau, wo er in der Rückrunde mit neun Treffern glänzen konnte. Den Abstieg des Sport-Clubs konnte der Neuzugang damit allerdings nicht verhindern. Petersen blieb Freiburg dennoch treu, wurde für knapp drei Millionen Euro fest verpflichtet und hatte in der folgenden Saison mit 21 Treffern großen Anteil am sofortigen Wiederaufstieg.


Petersen lehnte lukratives BVB-Angebot ab


In den letzten vier Spielzeiten erwies sich der Ex-Bayern-Profi ebenfalls als verlässlicher Torjäger und traf in jeder Saison mindestens zweistellig. Auch die Rolle des Jokers übernahm der Routinier ohne jemals ein kritisches Wort zu verlieren. Kaum verwunderlich ist es daher, dass in den vergangenen Jahren immer wieder Klubs beim zweimaligen Nationalspieler angeklopft haben. In einem Podcast bestätigte Petersen, dass "immer wieder mal die eine oder andere Anfrage reinkam". Im Sommer 2018 versuchte auch der BVB sein Glück, handelte sich jedoch eine Absage ein.


Ist seit Januar 2019 Freiburgs Bundesliga-Rekordtorschütze: Nils Petersen

"Ich bin Realist und sehe mich als Spieler, der Teams helfen kann, die zwischen Platz 8 und 15 stehen", wird der Rechtsfuß im kicker zitiert. Gedanken an einen Wechsel verschwendet der Routinier allerdings ohnehin nicht. Mit Freiburg "habe ich einen Verein gefunden, der voll auf mich setzt, einen Trainer, der auf mich setzt", betonte der Angreifer, der das Vertrauen mit guten Leistungen zurückzahlt und auf dem Platz Verantwortung übernimmt.


Auch in dieser Saison präsentierte sich Petersen bislang in starker Verfassung und steuerte an den ersten beiden Spieltagen drei Torbeteiligungen (zwei Treffer/eine Vorlage) bei. "Nils hatte Kraft, konnte viele Wege gehen, hat sich taktisch sehr gut verhalten und macht wieder ein sehr gutes, ein schlaues Tor", lobte Streich nach dem jüngsten 1:1-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg seinen treuen Erfolgsgaranten, dessen Vertragsverlängerung (aktuell bis 2021) nur Formsache sein dürfte.