Dem FC Bayern ist am Sonntagabend der Restart geglückt. Beim 1. FC Union Berlin setzte sich der Rekordmeister mit 2:0 durch und stellte damit den Vier-Punkte-Vorsprung auf Borussia Dortmund wieder her. Nach der Partie sprach Kapitän Manuel Neuer unter anderem über seine Zukunft und äußerte sich zu den Aussagen von Klubboss Karl-Heinz Rummenigge, der sich zuvor in Sachen Neuer-Verlängerung optimistisch gezeigt hatte.


Im April hat der FC Bayern mit der Vertragsverlängerung von Thomas Müller einen wichtigen Meilenstein in der Kaderplanung gesetzt. Nach dem Weltmeister sollen nun auch Thiago, David Alaba und Neuer, deren Arbeitspapiere 2021 enden, verlängern. Beim Schlussmann ziehen sich die Verhandlungen allerdings seit geraumer Zeit hin. Medienberichten zufolge soll in Sachen Gehalt und Vertragslaufzeit Uneinigkeit herrschen.


Sieht die Vertragsgespräche mit Manuel Neuer auf einem guten Weg: Karl-Heinz Rummenigge

Rummenigge gab sich vor dem Auswärtsspiel in Berlin "vorsichtig optimistisch, dass Manuel zeitnah das Angebot des FC Bayern annehmen" wird. Am Sky-Mikrofon erklärte der Vorstandsvorsitzende zudem, dass man sich dem Kapitän in guten Gesprächen befinde. "Wir sind beide zufrieden", sagte der 64-Jährige. "Manuel Neuer weiß, was er am FC Bayern hat und der FC Bayern weiß, was er an Manuel Neuer hat und deshalb ist es, glaube ich, eine Ehe, die auch in Zukunft Bestand haben wird."


"Wir sind beide optimistisch, aber es ist noch überhaupt nichts klar." Manuel Neuer

Neuer selbst hielt sich nach dem 2:0-Auswärtserfolg etwas bedeckt. "Im Moment gibt es nichts zu verkünden", so der 34-Jährige, der in Sachen Verlängerung offenbar keine Eile verspürt. "Es gibt kein Ultimatum. [...] Es ist im Moment nicht nötig, eine solche Entscheidung zu verkünden", sagte der Nationalkeeper. Neuer ließ jedoch zumindest eine positive Tendenz erkennen. "Wir sind beide optimistisch, aber es ist noch überhaupt nichts klar", erklärte der Schlussmann.


Seit Sommer 2011 trägt Neuer mittlerweile das Trikot des Rekordmeisters und zählt damit zu den dienstältesten Spielern im Kader. 30 Millionen Euro Ablöse ließen sich die Münchner die Verpflichtung des Schalke-Eigengewächses kosten. Für den FC Bayern bestritt der Routinier, der in der laufenden Saison noch keine einzige Spielminute verpasst hat, bislang 374 Pflichtspiele.