Der FC Barcelona hat Betis Sevilla am Samstagnachmittag demontiert. Im eigenen Stadion setzten sich die Blaugrana mit 5:2 durch.


Vier Partien lang musste der FC Barcelona in La Liga auf einen Dreier warten, gegen Lieblingsgegner Real Betis sollte der Elf von Ronald Koeman ein solcher Erfolg wieder gelingen. Dafür nahm der Niederländer ein paar Änderungen in der Startformation vor:

In einem flachen 4-4-2 begannen die Katalanen ohne Lionel Messi, dafür mit Ansu Fati und Antoine Griezmann in der Doppelspitze sowie Ousmane Dembélé und Pedri auf den Außenbahnen. Frenkie de Jong und Sergio Busquets begannen im zentralen Mittelfeld und Sergi Roberto, Gerard Pique, Clement Lenglet und Jordi Alba bildeten die Viererkette.


Griezmann vergibt Elfmeter - Sanabria gleicht kurz vor der Pause aus


Von Anfang an drückte Barça aufs Gaspedal, mit der ersten Chance in der Partie verfehlte Griezmann das Tor nur knapp (5.). Nach einer ersten Chance für Betis - William Carvalho scheiterte mit einem Kopfball an Marc-André ter Stegen (8.) - und einer weiteren Gelegenheit für Barça durch Ansu Fati (11.) gingen die Hausherren in Blau und Rot verdient in Führung: Der Ex-Dortmunder Dembélé hatte im Strafraum zu viel Platz, legte sich den Ball mit einem Haken zurecht und schweißte ihn ins obere linke Toreck (22.).


Nach zwei Treffern in der Champions League erzielte Ousmane Dembélé sein erstes Saisontor in der Liga

In der 33. Minute hätte Griezmann auf 2:0 stellen können, der Franzose scheiterte jedoch am Elfmeterpunkt gegen Claudio Bravo; vorausgegangen war ein Foulspiel von Aissa Mandi an Ansu Fati. Obwohl Barça die insgesamt spielbestimmende Mannschaft war, erzielte Betis unmittelbar vor der Pause den Ausgleich: Nach einer abgefälschten Flanke von der linken Außenbahn brachte Antonio Sanabria den Ball im Tor unter (45.+2).


Messi eingewechselt und direkt im Blickpunkt


Besonders im zweiten Durchgang ließ Barcelona Ball und Gegner laufen, über die Außenbahnen gelang dank offensiver Außenverteidiger und stetigen Überladungen schließlich der Durchbruch - wie in der 49. Minute, als Griezmann eine flache Hereingabe von Alba verwertete und Barça wieder in Front brachte. Ebenfalls daran beteiligt: Lionel Messi, der zu Beginn der zweiten Halbzeit für Ansu Fati eingewechselt wurde.


Nach seiner Einwechslung sofort mitten im Geschehen: Lionel Messi

Messi war es auch, der den zweiten Strafstoß für Barça in der 61. Minute verwandeln sollte. Mandi, der bereits den ersten Elfmeter verschuldet hatte, blockte zuvor einen Torschuss von Dembélé auf der Torlinie mit dem Oberarm. Anders als Griezmann im ersten Durchgang behielt Messi die Nerven und hämmerte das Leder unnachahmlich unter die Latte.


Betis fällt in der Schlussphase auseinander


Von da an hatte Barça die Partie endgültig im Griff, das auf ein Mittelfeld Pressing setzende Betis konnte sich nur selten durch offensive Nadelstiche auszeichnen. In der 73. Minute wurde es aber noch einmal spannend: Nach dem Durchbruch auf der linken Außenbahn spielte Alex Moreno einen scharfen Pass in den Rückraum, wo Loren Moron einschussbereit stand und auf 3:2 verkürzte.

Dank Messi war die Spannung aber schnell wieder verflogen: Pedri machte den Ball auf der rechten Außenbahn fest, de Jong positionierte sich im Halbraum und leitete den Ball nach dem Zuspiel des Flügelspielers per Hacke auf Messi weiter, der bereits auf dem Weg in den Strafraum der Gäste war und aus wenigen Metern auf 4:2 erhöhte (82.). Den Schlusspunkt setzte Pedri nach Vorlage von Sergi Roberto (90.).

Mit nunmehr elf Punkten klettert Barça vorerst auf den achten Tabellenplatz, der Rückstand auf Real Madrid beträgt jedoch noch immer fünf Punkte; und die Königlichen spielen erst am Sonntag (21 Uhr) gegen den FC Valencia. Dennoch war der 5:2-Erfolg über Betis - im Übrigen der 15. Sieg in den vergangenen 19 Spielen gegen die Andalusier - wichtig für das Selbstvertrauen der Koeman-Elf, die nach der Länderspielpause auf Atlético Madrid trifft.