Nach der 1:2-Niederlage gegen Osasuna und dem Rundumschlag von Lionel Messi keimten beim FC Barcelona Gerüchte über eine Trennung von Quique Setien auf. Der 61-Jährige will die Mannschaft aber auch in der Champions League begleiten - und sprach sogar davon, dass Barça den Titel holen könne.


22 Spiele hat Setien auf der Trainerbank des FC Barcelona erlebt. Im Schnitt sammelt er 2,09 Punkte pro Spiel, doch dieser Wert täuscht über die Art und Weise hinweg, wie sich die Mannschaft seit Monaten präsentiert. Barça spielt ebenso statischen und langsamen Fußball wie unter Vorgänger Ernesto Valverde, speziell nach dem Re-Start war mächtig Sand im Getriebe.

Während Real am Donnerstagabend die 34. Meisterschaft feierte, fand Lionel Messi für die vielen schwachen Auftritte in dieser Saison mehr als klare Worte. Und plötzlich begann der Druck auf Setien spürbar zu wachsen. Vor der Niederlage gegen Osasuna wähnte er sich noch als Barça-Trainer für die kommende Saison, nach dem Schlusspfiff war er kleinlauter. "Das hoffe ich", antwortete Setien laut kicker auf die Frage, ob er im Champions-League-Achtelfinale gegen Neapel auf der Bank sitzen werde. "Aber ich weiß es nicht."


Setien glaubt an den Champions-League-Sieg


Nach Informationen der Mundo Deportivo fand noch am Freitag ein Treffen zwischen Setien und Präsident Josep Maria Bartomeu statt. Indizien für eine Trennung gebe es nicht, vielmehr erklärte Setien im Anschluss, seine Mannschaft könne die Champions League gewinnen - vorausgesetzt, sie erreicht ihre Bestform.


Das 4:1 gegen Villareal war der einzige Lichtblick eines schwachen Re-Starts

"Wir müssen konstanter werden", sagte Setien. "Wenn wir wie gegen Villareal spielen, wo fast alles funktioniert hat, können wir die Champions League gewinnen." Vor zwei Wochen setzte sich Barça gegen den Tabellenfünften mit 4:1 durch, Setien spricht von dem "besten Spiel, das wir gespielt haben." Und auch in den übrigen Partien habe seine Elf "sehr gute Phasen" durchlebt. Die mediale Kritik könne er deswegen nicht teilen: "Sie können mich nicht davon überzeugen, dass alles ein Desaster war."