Das 1:1-Remis zwischen Schalke und Bayer Leverkusen hat sich über verschiedene Abschnitte erstreckt. Von den mehreren Youngsters auf Seiten des S04, über das Ergebnis, bis hin zur Nachbetrachtung. Dabei hat David Wagner gegenüber Sky-Reporter Ecki Heuser ziemlich ungemütlich reagiert und ihm erklärt, warum er sich wenige Freunde auf Schalke gemacht habe.


Was von den allermeisten Fans und Zuschauern als eine klare Niederlage für Schalke 04 erwartet wurde, sollte ein Auftritt werden, der sich als kleiner Hoffnungsschimmer für Königsblau herausstellte. Das Unentschieden war zwar keine spielerische Glanzleistung, am Ende aber auch nicht unverdient - und das vor allem, weil es auf dem Platz spürbar und hörbar war, dass die S04-Akteure definitiv nicht verlieren wollten.


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Nach der Partie, als Trainer David Wagner also durchaus auch eine einigermaßen gute Stimmungslage vorweisen konnte, ging es jedoch in die andere Richtung. Sky-Reporter Ecki Heuser führte erneut die Interviews. Er ist bekannt dafür, gerne bei Trainern, Spielern und Fans anzuecken und sie mit provozierenden Fragen aus der Reserve zu locken.


"Nicht viele Freunde auf Schalke gemacht" - Wagner gibt Heuser Contra


So schien eine Frage an Peter Bosz, Coach von Bayer Leverkusen, bereits im Vorfeld für Ärger im S04-Lager gesorgt zu haben. Dieser hatte den Niederländer vor dem Spiel gefragt, ob sich die Werkself bei einem theoretischen Sieg gegen Schalke überhaupt darüber freuen könne, angesichts der personellen Umstände und der Leistungen der letzten Spiele.


"Sie haben uns einen Riesen-Gefallen getan", erklärte Wagner nach der Partie dem Sky-Reporter etwas angefressen. "Sie haben sich nicht viele Freunde auf Schalke mit der Frage gemacht", so Wagner weiter, "aber uns hat es geholfen, weil der letzte Push an Motivation war dann ihnen zu verdanken."


Heuser wollte erst reagieren, schien jedoch keine schlagkräftige Antwort parat zu haben. Als er dann antworten wollte, unterbrach Wagner ihn mit einem "Dankeschön", womit er gleichzeitig das Interview beendete und sich auf dem Weg in die Kabine machte. Dort wird er wohl auf Spieler getroffen sein, die sich durchaus zufrieden mit sich zeigen konnten, auch wenn der große Fußball - selbstverständlich - nicht gespielt wurde.


Im Sky90-Studio, wo Patrick Wasserziehr mit seinen Gästen dem Interview lauschte, verteidigte der Gastgeber seinen Kollegen Heuser. Schließlich lege er den Finger oftmals in die Wunde, um Aussagen zu generieren, über die man anschließend gut sprechen und diskutieren kann. So wird beispielsweise dessen Mentalitäts-Frage an Marco Reus den meisten noch im Gedächtnis sein.