Bundesligist RB Leipzig hat mit dem Erreichen des Champions-League-Viertelfinales und der wiederholten Qualifikation für die Königsklasse erneut eine erfolgreiche Saison hinter sich gebracht. Nach der Trennung von Ralf Rangnick hat der Verein nun seine sportliche Sport-Organisation umgestaltet.


Dies gab der Verein auf seiner Homepage bekannt. Dort heißt es, man habe "einige Veränderungen im sportlichen Bereich vorgenommen, um den steigenden Anforderungen und Umfängen gerecht zu werden und um sich in diesen elementaren Aufgabensegmenten des Klubs zukunftssicher aufzustellen."


Oliver Mintzlaff mit positiven Saison-Fazit


Gerade Geschäftsführer Oliver Mintzlaff setzte sich demnach stark für weitere Optimierungen innerhalb des Vereins ein, um in Zukunft noch konkurrenzfähiger zu sein, als man es derzeit ohnehin schon ist. Mintzlaff ist überzeugt: "Mit dem Erreichen des Viertelfinals in der Champions League und der erneuten Qualifikation für die Königsklasse durch Platz drei in der Bundesliga haben wir schon jetzt die beste Saison unserer jungen Vereinsgeschichte gespielt."


Sich auf dem Erreichten ausruhen? Kommt nicht in Frage. Vielmehr wolle man sich weiterhin "Schritt für Schritt weiterentwickeln." Hierfür wurden in der Organisation drei neue Positionen implementiert: Der technische Direktor in Person von Christopher Vivell, ein kaufmännischer Leiter Sport und CMO in Person von Florian Scholz und Dr. Helge Riepenhof als Direktor für Medizin und Sportwissenschaften.


Markus Krösche hat sich in kürzester Zeit heimlich zu einem der wichtigsten Männer in Leipzig gemausert

Diese Veränderung sei laut Mintzlaff notwendig, "um den immer komplexer werdenden Anforderungen personell wie administrativ gerecht zu werden und um uns auch hier zukunftssicher aufzustellen." Vivell und Scholz werden somit in Zukunft gemeinsam mit Sportdirektor Markus Krösche die sportliche Führungsebene bilden. Dieser wird auch weiterhin seine Tätigkeiten als Sportdirektor ausüben und sich für die Profimannschaft in Transfer- und Kaderfragen verantwortlich zeigen.


Vivell kommt vom inoffiziellen Kooperations-Partner RB Salzburg und wird in Leipzig "die Leitung des Scoutings (auch international) und Recruitment-Bereichs, insbesondere die Planung und Umsetzung der Rekrutierungs- und Transferstrategie für Spieler aller relevanten Altersgruppen sowie die Aus- und Fortbildung der Trainer und Spieler in der Spielphilosophie" verantworten.


Leipzig holt zum ersten mal Herbstmeisterschaft


Florian Scholz wird sich dagegen als neuer Kaufmännsicher Leiter Sport und CMO (Chief Media Officer" um administrativen Prozesse sowohl im Lizenzspieler- als auch im Nachwuchsbereich kümmern und sich an der Herausforderung versuchen, die Kernbereiche Geschäftsstelle, Profis und Nachwuchs zukünftig noch enger und effizienter zu verzahnen.


Zum Direktor für Medizin und Sportwissenschaften Dr. Helge Riepenhof, der diesen Posten seit dem 20. Juli bekleidet, heißt es: "Zu seinen Aufgabengebieten zählen im medizinscher Bereich die Koordination des Mannschaftsarztes und externer Ärzte sowie die Abteilung Physiotherapie und Rehabilitation. Der sportwissenschaftliche Teil umfasst neben der Leistungsdiagnostik auch die Bereiche Datenanalyse, Ernährungswissenschaften und Sportpsychologie."


Die Anpassungen bei den Sachsen dürften auch bei anderen Bundesligisten mit Interesse aber auch Argwohn beobachtet werden. Die Leipziger haben sich seit ihrem Aufstieg in die Bundesliga in der Saison 2015/2016 sukzessive zu einem der drei besten Klubs im deutschen Profi-Fußball entwickelt. Bereits in der abgelaufenen Spielzeit holte man zum ersten mal die Herbstmeisterschaft und landete letztlich hinter Bayern und Dortmund auf dem dritten Tabellen-Rang. In der Champions League ist man ebenfalls weiterhin vertreten und darf sich berechtigte Hoffnungen auf das Halbfinale machen.