Nach einer durchaus soliden Zweitliga-Saison mit Hannover 96 wird Kölns Leihgabe Jannes Horn nicht zum Wechselkandidaten. Der Effzeh plant mit ihm als Alternative für die linke Seite.


Vor drei Jahren zog es Jannes Horn zum 1. FC Köln. Seine beachtliche Ablöse von sieben Millionen Euro brachte viele Erwartungen mit sich. Schnell stand aber fest, dass das Potential vorerst nicht für die erste Liga reichte. Nach seinem Leihgeschäft scheinen sich die Verhältnisse geändert zu haben.


23 Einsätze absolvierte er für die Hannoveraner. Seine guten Ansätze machten auch die Kölner Verantwortlichen auf seine noch immer vorhandene Entwicklungsfähigkeit aufmerksam. "Jannes hat eine sehr gute Saison gespielt. Wir planen mit ihm", so Sportchef Horst Heldt klärend im kicker.


Hannover geht bei Horn leer aus


Das kommende Jahr soll der 23-Jährige nutzen, um sich im Kader der Profis zu etablieren. Hannover 96 geht damit leer aus. Eine Verlängerung der Leihe hätte sich der Zweitligist gut vorstellen können. Das ist nun "kein Thema mehr. Es gab einen Austausch während der Saison. Hannover mochte Jannes gerne weiter behalten, aber 96 ist in Kenntnis gesetzt, der Spieler auch."


Horn soll Noah Katterbach im Ernstfall ersetzen können

Der ausgeglichene Kader der Kölner hätte die Rückkehr vermutlich gar nicht gebraucht. Speziell hinten links stehen einige Optionen zur Verfügung. Heldt erklärt die Planungen seines Trainers Markus Gisdol aber genauer.


Wir könnten es im Kader so gestalten, dass wir genug defensive Außenspieler haben, aber Markus Gisdol hat entschieden, dass Jonas Hector zentral eingesetzt wird und Ismail Jakobs eine Position weiter vorne. Horst Heldt

Kingsley Ehizibue und Benno Schmitz könnten sich somit die rechte Defensivseite teilen. Der aufstrebende Noah Katterbach und eben Horn hätten das linke Pendant abgesichert. Damit es für den Youngster aber auch in Köln klappt, muss er die Herausforderung und den Konkurrenzkampf annehmen. Das Vertrauen der Kaderplaner ist dementsprechend groß - aber auch begründet.