Der Poker um David Alaba geht in die nächste Runde! Nachdem bereits sein Vater George sowie Agent Pini Zahavi auf die "geldgierigen Piranha"-Vorwürfe von Uli Hoeneß reagiert haben, bezieht der Spieler nun persönlich Stellung zu den Berichten rund um seine Zukunft.


2021 endet der Vertrag von David Alaba - die Verhandlungen über eine Verlängerung ziehen sich nun schon seit einigen Monaten, eine eindeutige Tendenz ist bis dato nicht erkennbar. Woran es hakt, ist aber längst klar: am lieben Geld!


Das veranlasste Uli Hoeneß am Sonntag im Sport1-Doppelpass dazu, gegen Berater Pini Zahavi und Alabas Vater George zu schießen. "Wir wollen alle, dass David bei uns bleibt, weil er ein super Junge ist. Hansi Flick will ihn unbedingt behalten, aber er hat einen geldgierigen Piranha als Berater und der Vater lässt sich sehr von dem beeinflussen", so Bayerns Ehrenpräsident. "Ich hoffe, dass David sich da am Ende durchsetzt. Es geht nur um Geld."


Der Konter von der Alaba-Seite ließ nicht lange auf sich warten. George Alaba ließ am Montag gegenüber Sky verlauten, dass er vom FC Bayern enttäuscht sei: "Ich habe nicht damit gerechnet, dass der FC Bayern jetzt in der Öffentlichkeit schmutzige Lügen über Gehalts- und Provisionsforderungen streut. Zu behaupten, dass wir wegen einer solchen Zahlung bei Vertragsunterschrift nicht zu einer Einigung kommen, ist eine von diesen dreckigen Anschuldigungen."


Alaba: "Viele Dinge stimmen einfach nicht!"


Doch was sagt der Spieler selbst dazu? Am Montagabend äußerte sich David Alaba endlich zu den Streitthemen und ließ durchblicken, dass ihn die aktuell ausgetragene Schlammschlacht schmerzt. "Ich wünsche mir, dass meine vertragliche Situation nicht in der Öffentlichkeit geklärt wird. Daher haben mich ein paar Aussagen und Berichte der letzten Wochen verwundert und durchaus auch verletzt. Viele Dinge, die im Moment geschrieben und gesagt werden, stimmen einfach nicht und entsprechen nicht der Wahrheit", stellte der Österreicher gegenüber der Bild klar!


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Aufklären, wie es um die Verhandlungen wirklich steht, kann bzw. möchte er aber nicht, um "allen Beteiligten eine öffentliche Diskussion [zu] ersparen". Stattdessen habe es nun oberste Priorität, "dass wir zeitnah eine Lösung finden, damit der Klub, die Verantwortlichen, meine Mitspieler aber auch die Fans wissen, woran sie sind".


FC Bayern für Alaba eine Familie


Dass er sich einen Verbleib beim FC Bayern - trotz der offensichtlich unterschiedlichen Gehaltsvorstellungen - prinzipiell vorstellen kann, machte er dabei ebenso deutlich: "Dieser Klub ist für mich nicht irgendein Verein, er ist Zuhause, Familie und Heimat. Seit 12 Jahren trage ich das legendäre rote Trikot, und das habe ich jeden einzelnen Tag mit Hingabe, Stolz und Leidenschaft getan und tue das auch immer noch. Das Wohl dieses fantastischen Klubs steht einfach über allen Dingen und ist auch mir sehr wichtig. Ich habe jeden Verantwortlichen, jeden Mitspieler, jeden Angestellten des Vereins ins Herz geschlossen." Alaba erklärte, dass es auch in der besten Familie durchaus vorkommen kann, mal "anderer Meinung" zu sein" oder sich zu streiten - doch am Ende müsse es "immer innerhalb der Familie" bleiben: "Das werde ich auch weiter beherzigen."


Das Wohl dieses fantastischen Klubs steht einfach über allen Dingen und ist auch mir sehr wichtig. David Alaba zur Bild

Doch warum meldet er sich erst jetzt, nach vielen Monaten der (ergebnislosen) Verhandlungen, zu Wort? "Ich habe mich bisher nie groß zu diesem Thema geäußert, weil ich mich ausschließlich auf unsere wichtigen Aufgaben mit dem FC Bayern fokussiert habe. Und das war auch gut so, denn letztendlich haben wir das Triple gewonnen. Das war alles, was die letzten Wochen und Monate gezählt hat."


Nach dem Triple-Gewinn und der Schlammschlacht, die zuletzt ein wenig aus dem Ruder geraten ist, täten jedoch alle Seiten gut daran, die Personalie schnellstmöglich zu klären.