Ein Foul hat die Parameter der englischen Premier League verschoben. Begangen hat es Everton-Keeper Jordan Pickford beim Merseyside-Derby in Liverpool vor gut zehn Tagen. Direkter Leidtragender damals war Liverpools Abwehrchef Virgil van Dijk. Doch jetzt bekommt auch der Schlussmann der Toffees die Konsequenzen zu spüren.


Und die sind alles andere als harmlos. Einem Bericht der englischen Daily Mail zufolge soll der 26-Jährige seit seinem rüden Foul (für das er übrigens nicht mal die Gelbe Karte sah!) heftigste Anfeindungen bis hin zu Morddrohungen erhalten haben. Die Bühne für die - na, klar - anonymen Hater bilden natürlich die sozialen Netzwerke, in denen offenbar alles erlaubt ist.


Mittlerweile hat der 26-malige Nationalspieler auch schon die ersten Maßnahmen eingeleitet. So soll er bereits einen privaten Sicherheitsdienst damit beauftragt haben, für seine und die Sicherheit seiner Familie zu sorgen. Eine Stimme aus Pickfords direktem Umfeld wurde folgendermaßen zitiert: "Jordan ist geschockt über das Niveau der Anfeindungen, die er seit dem Spiel erhalten hat. Er ist entschlossen, alles Notwendige für die Sicherheit seiner Familie zu tun."


Leibwächter vor Pickfords Haus


So sollen auch schon Leibwächter rund um das Pickford'sche Anwesen in Cheshire gesichtet worden sein. Als Rat wurde Pickford zusätzlich mit auf den Weg gegeben, sich in Zukunft in den einschlägigen Foren zurückzuhalten, um eventuellen Aggressoren erst gar keine Hinweise über den jeweiligen Aufenthaltsort zu geben.


Auch Richarlison bekommt Drohungen der Liverpool-Fans


Doch nicht nur Pickford lebt zur Zeit in einem Zustand der Angst. Auch sein Mannschaftskollege Richarlison hat Drohungen ob seines Fouls gegen Thiago Alcántara erhalten. Dies berichtet besagte Quelle mit Verweis auf polizeiliche Informationen.


Als normaldenkender Mensch kann man angesichts solcher Überreaktionen (und sei es auch nur eines kleinen Teils der Fans) nur noch mit dem Kopf schütteln.