Kaum ein Tag vergeht, ohne dass irgendwo eine neue Meldung in Bezug auf Eduardo Camavinga aufploppt. Camavinga steht derzeit noch beim französischen Erstligisten Stade Rennes unter Vertrag (bis 2022) und hat - trotz des vorzeitigen Abbruchs der Ligue1 - mit den Bretonen deren erfolgreichste Spielzeit der Vereinsgeschichte absolviert. Und genau deshalb will Vereinspräsident Nicolas Holveck seinen Jungstar in diesem Jahr auch nicht ziehen lassen.


Was er jetzt noch mal via Interview gegenüber dem französischen Fachblatt L'Équipe (via dailymail.co.uk) bekräftigt hat: "Die Priorität für uns wird sein, dieses Team, das uns all sein Talent in dieser fantastischen Saison offenbart hat, beisammen zu halten." Und Camavinga spielt in diesem Team, trotz seines jungen Alters von nur 17 Jahren (!), bereits eine fundamentale Rolle als defensiver Abräumer im Mittelfeld.


Weg für Real Madrid im Prinzip frei - jetzt muss man sich mit Rennes einigen


Entsprechend waren auch alle Großen in Europa an ihm dran. Vergangene Woche kam jedoch die Meldung auf, dass sich sowohl der FC Barcelona als auch der BVB aus dem Rennen um das Super-Talent verabschiedet haben. Angeblich, so hieß es, weil man die Aussichtslosigkeit des Unterfangens erkannt habe. Denn: in Madrid, und konkret in der Person von Real-Trainer Zinédine ZIdane gibt es einen ganz besonderen Befürworter für eine Verpflichtung des Junioren. Und die Blancos haben bereits an allen Weichen und Stellschrauben gedreht, um diesen Deal auch final einzutüten. Dem Spieler wurden die Installationen des Klubs, einschließlich Bernabéu-Stadiontour, bereits vorgestellt und schmackhaft gemacht. Auch der Spieler selbst steht einem Wechsel in die spanische Hauptstadt sehr offen gegenüber. Immerhin hätte er dort einen Landsmann als Trainer - und Fürsprecher.


Läuft es wie beim Pulisic-Transfer vom BVB zum FC Chelsea?


Deshalb steht die Forderung Holvecks, das Team in diesem Sommer nicht auseinanderreißen zu lassen, auch keineswegs in Widerspruch zu den Plänen von Real Madrid. Angesichts des noch extrem jungen Alters wäre es vielleicht sogar eine Win-Win-Win-Situation für alle Beteiligten, den Spieler ein weiteres Jahr in seinem gewohnten Umfeld reifen zu lassen (dazu auf maximalem sportlichen Niveau) und den Spieler erst für 2021 endgültig ins Bernbabéu-Stadion zu lotsen. Quasi analog zu den Modalitäten, wie sie einst der FC Chelsea und der BVB in Bezug auf Christian Pulisic miteinander vereinbarten.


Nach den Äußerungen Holvecks wäre jetzt Real Madrid am Zuge, einen für alle Parteien zufriedenstellenden Vorschlag zu unterbreiten. Das Einstiegsgebot dürfte dann wohl bei knapp unter 50 Millionen Euro liegen.