Vor dem Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Lokomotiv Moskau (Dienstag, 18:55 Uhr) schwärmt Thomas Müller von Robert Lewandowski. Besonders von der Wandlung von Europas Fußballer des Jahres ist der Ex-Nationalspieler angetan.


Er will mit dem Toreschießen einfach nicht aufhören - aber warum auch? Robert Lewandowski hat noch lange nicht fertig. Der 32-jährige Pole befindet sich auf dem absoluten Höhepunkt seiner Karriere, explodierte in der vergangenen Saison förmlich: 34 Tore in der Bundesliga, 6 im DFB-Pokal, 15 in der Champions League, in der ihm bis zum Finale in jeder Partie ein Tor gelang.

Torschützenkönig in Deutschland und Europa, Triple-Sieger, nationaler und europäischer Supercup-Sieger und Europas Fußballer des Jahres - mehr kann Lewandowski fast nicht gewinnen. Einzig der Weltfußballer-Titel und die Klub-WM fehlen in seiner Vitrine. Gestillt ist der Hunger aber nicht nur wegen den ausstehenden Titeln noch lange nicht.


Robert Lewandowski zeichnet sich durch viele Qualitäten aus - besonders durch seine vielen Tore

Zum Auftakt der neuen Saison war er in der Bundesliga in vier von fünf Partien zur Stelle, erzielte bereits zehn Tore - und stellte damit einen weiteren Rekord auf. Doch Lewandowski ist längst nicht mehr nur ein Stürmer, der auf die Zuspiele seiner Mitspieler wartet. Er beteiligt sich am Aufbau und lässt sich fallen oder weicht auf den Flügel aus, um eine Anspielstation zu bieten, um Gegenspieler zu binden und Räume für seine Mitspieler zu kreieren.


Müller schwärmt vom neuen Lewandowski


Beim 8:0-Erfolg gegen den FC Schalke 04 bereitete er zwei Tore vor, beim 4:1 gegen Arminia Bielefeld lieferte er seinen dritten Assist in dieser jungen Saison. Angesichts dieser Qualität, die Lewandowski entwickelt hat, gerät Thomas Müller ins Schwärmen: "Er wollte ganz lange sehr viele Tore machen. Und jetzt will er Tore machen, um Spiele zu gewinnen. Mit der Mannschaft", so der Ur-Bayer bei DAZN über seinen Sturmpartner (via kicker).


"Das, was jetzt seit einem Jahr abläuft, ist schon noch mal besonders" Thomas Müller über Robert Lewandowski

Man könne ihn "gar nicht hoch genug loben", diesen neuen Lewandowski, der "sich mittlerweile sogar über einen Assist fast freuen kann", wie Müller konstatiert. Der Kapitän der polnischen Nationalmannschaft bringe sich "vielleicht auch besser als vorher" in das Spiel der Bayern ein; früher in der Regel wegen seiner Tore, jetzt mit seinen mannschaftsdienlichen Qualitäten. "Das, was jetzt seit einem Jahr abläuft", sagt Müller, "ist schon noch mal besonders".


300 Pflichtspieltore im Blick


"Besonders" sei auch Lewandowskis Kaltschnäuzigkeit: "Andere Spieler, auch ich, brauchen eine ganze Karriere, um vielleicht einen oder zwei Hattricks hinzubekommen. Das macht er so im Vorbeigehen." Nach acht Pflichtspieleinsätzen stehen bereits ein Viererpack und ein Dreierpack zu Buche, genau wie in der vergangenen Spielzeit.

Nach 297 Pflichtspielen im Trikot des FC Bayern steht Lewandowski bei 256 Toren, angesichts der Vetragslaufzeit bis 2023 dürfte er in beiden Kategorien die 300er-Schallmauer durchbrechen. Mit 515 Toren wird Gerd Müller in der Vereinshistorie wohl unerreicht bleiben, doch je länger Lewandowski in dieser Form bleibt, desto mehr wird er den zweiten Platz hinter dem "Bomber der Nation" manifestieren.



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