Der FC Bayern steht eine Woche vor Schließung des Transferfensters unter Zugzwang. Mit Mickaël Cuisance steht eine weitere Kader-Alternative vor dem Abschied. Den Gewinn für den Franzosen könnte der Rekordmeister als Kickstart für den Transfer-Endspurt nutzen.


Im vergangenen Sommer überraschte der FC Bayern mit der Verpflichtung von Mickaël Cuisance. Der junge Franzose kam für zwölf Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach nach München. Schon bei den Fohlen hatte Cuisance keinen leichten Stand, beim Rekordmeister setzte sich das erwartungsgemäß fort.



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Über den Sommer hinweg gab es deshalb ständige Wechsel-Gerüchte um den 21-jährigen Mittelfeldspieler. Cuisance wurde vor allem mit einer Rückkehr nach Frankreich in Verbindung gebracht. Eine Woche vor Schließung des Transferfensters scheint sich nun aber Premier-League-Aufsteiger Leeds United in Stellung gebracht zu haben.


Wie u.a. die L'Equipe berichtet, soll Leeds bereit sein, 20 Millionen Euro Ablöse zu zahlen. Er gilt als Alternative zu Wunschspieler Rodrigo de Paul von Udinese Calcio. An den Italienern beißt sich Leeds die Zähne aus.


Die Bayern würden für Cuisance ein sattes Transferplus einstreichen. Aus finanzieller Sicht wäre eine Verkauf des Youngsters (Vertrag bis 2024, Marktwert: 10 Mio. €) also durchaus lukrativ.


Wie passt ein Cuisance-Verkauf zum dünnen FCB-Kader?


Doch passt das zur derzeitigen Kader-Situation der Flick-Truppe zusammen? Nach den Abgängen des Sommers und des zu erwartenden Abschiedes von Javi Martinez ist der Kader des Rekordmeisters auf Kante genäht. Mit Cuisance würde man eine weitere Alternative verlieren.


Das große Aber: Wirklich auf den Durchbruch des Franzosen in München setzt man wohl auch nicht. Gegen Hoffenheim stand Cuisance nicht im Aufgebot - und das, obwohl Flick ein wenig rotierte und die Stammelf nach dem Supercup-Sieg müde war. Flick begründete die Nicht-Nominierung mit Youngster Jamal Musiala, der für Cuisance im Kader stand und eine weitere Alternative für den Flügel bot.


Dennoch, es war ein klarer Fingerzeig in Richtung Cuisance und dass man bei einem entsprechenden Angebot bereit wäre, ihn ziehen zu lassen. Erst recht, wenn man einen deutlichen Transfer-Gewinn von rund acht Millionen Euro erzielen könnte. Denn mit den Cuisance-Millionen könnte der FCB tatsächlich noch einem die offensichtlichen Schwachstellen im Kader adressieren.


Weiterhin braucht es Verstärkungen, um im eng getakteten Terminkalender 2020 bestehen zu können. Ein Rechtsverteidiger, ein offensiver Flügelspieler und ein eher defensiv ausgerichteter Mittelfeldmann würde den Bayern mehr als gut zu Gesicht stehen. Ein Cuisance-Verkauf nach Leeds könnte als Kickstart im Transfer-Endspurt dienen.