Jean-Philippe Mateta steht offenbar vor einem Wechsel zu Crystal Palace in die Premier League. Ob Mainz 05 sich auf die gebotene Ablösesumme für den 23-jährigen Angreifer einlässt, ist derweil unklar. Ein Transfer-Plus winkt den Nullfünfern dennoch.


Transfer-Segen oder schwacher Kompromiss? Hinsichtlich der Ablösesumme von Verkaufskandidat Mateta scheiden sich in Mainz die Geister. Tatsächlich hatte Newcastle United im vergangenen Sommer rund 28 Millionen Euro für den Mainzer Angreifer geboten. Nur eine Saison, ein Meniskusriss und eine Pandemie später, zieht es den Franzosen offenbar für gerade einmal die Hälfte nach England.


Crystal Palace bietet 15 Millionen Euro


Denn wie die englische Tageszeitung Sun berichtet, bekundet Crystal Palace Interesse an Mateta - und ist damit nicht der einzige Klub der Premier League. Nach Bild-Informationen hat Crystal-Sportdirektor Dougie Freedman allerdings bereits Kontakt nach Deutschland aufgenommen und sei offenbar bereit, 15 Millionen Euro Ablöse zu zahlen.


Mateta soll bei Palace als Backup/Ersatz von Benteke fungieren

Wunschkandidat von Eagles-Coach Roy Hodgsen war eigentlich Rangers-Youngster Eberechi Eze. Den 22-jährigen Offensiv-Allrounder zieht es aber allem Anschein nach zum FC Fulham. Somit ist es Mateta, der als Backup des belgischen Stürmer-Stars Christian Benteke gehandelt wird. Verlässt Benteke die Londoner, so könnte er gar in seine Fußstapfen treten.


Mainz 05 winkt Transfer-Plus


Trotz des gefallenen Marktwerts von 22 auf zuletzt 17,5 Millionen Euro dürfen sich die Rheinhessen auf ein Transfer-Plus freuen. Mateta kam im Sommer 2018 für acht Millionen Euro von Olympique Lyon zum Bundesligisten. Nach einer starken ersten Spielzeit mit 14 Toren und drei Vorlagen für die 05-er, fand Mateta in der vergangenen Saison nach seiner Verletzung nicht zurück in die Spur und kam nicht über drei Treffer hinaus.


Zuletzt suspendiert: Matetas Zeit in Mainz scheint passé

Wirklich traurig scheint man in Mainz über einen potenziellen Abgang Matetas nicht zu sein. Nicht zuletzt seine zahlreichen Verfehlungen und Eskapaden machen den einstigen U21-Nationalspieler Frankreichs zu einem schwierigen Spielertypen. Erst kürzlich hatte Cheftrainer Achim Beierlorzer seinen Schützling aus dem Kader für das Testspiel gegen die Würzburger Kickers (6:0) gestrichen. "Er hat Termine nicht wahrgenommen. Die Summe war zu hoch, da haben wir gesagt: 'Es gibt für ihn kein Spiel, sondern Läufe'", erklärte der 05-Trainer diese Konsequenz.


Sollte es Mateta (Vertrag bis 2023) tatsächlich für die gehandelten 15 Millionen Euro in die englische Hauptstadt ziehen, so wäre er der viertteuerste Abgang der Mainzer Vereinsgeschichte. Nur für Abdou Diallo (28 Mio. Euro), Jean-Philippe Gbamin (25 Mio. Euro) und Jhon Córdoba (17 Mio. Euro) erhielten die klammen Rheinhessen mehr Geld.