Der 1. FSV Mainz 05 macht eine unruhige Zeit durch: Spielerstreik, Trainerwechsel, null Punkte - Der Saisonstart hätte katastrophaler wohl kaum sein können. Nun steht - bei der anstehenden Mitgliederversammlung - auch die Wahl eines neuen Aufsichtsrates an. Und auch wenn der ehemalige Mainzer Manager Christian Heidel nicht direkt zur Wahl steht, könnte er letztlich über Umwege doch Teil des Gremiums werden, berichtet die Sport Bild.


Der neue Mainzer Aufsichtsrat könnte Heidel demnach "für besondere Vereinsinteressen" in das Gremium berufen. Einige der Bewerber für die Plätze im Aufsichtsrat haben sich bereits für eine solche Lösung stark gemacht - sollte Heidel an einem Posten interessiert sein. "Wenn es eine Möglichkeit gibt, Christian Heidel für unseren Verein zu gewinnen, in welcher Form auch immer, würde ich dafür plädieren", so AR-Kandidat Frank Röhr.


Bereits von 1992 bis 2016 war Heidel als Sportvorstand bei Mainz 05 beschäftigt, ehe es ihn im Mai 2016 zu Schalke 04 zog. Nicht einmal drei Jahre blieb er der Schalker Manager, bereits im März 2019 räumte er seinen Stuhl schon wieder. Nun könnte er also nach Mainz zurückkehren, wobei er im Moment kein Amt aktiv übernehmen möchte: "Das, was Mainz 05 jetzt am wenigsten braucht, ist neue Unruhe."


Im Aufsichtsrat wäre Heidel sicher nur einer von vielen, ebenfalls wäre er Aufsichtsratschef Detlev Höhne unterstellt. Auch Höhne und Präsident Stefan Hofmann müssen ihren Ämtern zwar bestätigt werden, der Mangel an Gegenkandidaten schließt große personelle Änderungen aus: Sowohl Präsident Hofmann als auch Aufsichtsratschef Höhne hatten sich zuletzt hinter den kritisierten Rouven Schröder gestellt. Trainer Jan-Moritz Lichte wird Punkte liefern müssen, sonst wäre ein weiterer Trainerwechsel keine Überraschung.