Am Sonntagabend berichteten mehrere niederländische Medien von einem Angebot von Bayer Leverkusen für Ajax Amsterdams Torwart André Onana. Bayers Sportdirektor Simon Rolfes dementierte die Gerüchte nun und stärkte Lukas Hradecky den Rücken.


20 Millionen Euro plus mögliche Boni soll Bayer Leverkusen für Ajax-Keeper André Onana geboten haben. Laut den Berichten seien die Verantwortlichen mit dem nicht immer fehlerfreien Lukas Hradecky, der auch zuletzt im Finale des DFB-Pokals folgenschwer gepatzt hatte, nicht mehr zu 100 Prozent glücklich. Trainer Peter Bosz kennt Onana aus seiner Zeit in Amsterdam bestens und hätte ihn demnach gerne in Leverkusen gehabt.


Lukas hat eine gute Saison gespielt. Wir haben einen guten Keeper. Simon Rolfes

Ajax allerdings soll das Angebot abgelehnt haben und fordere deutlich mehr, eine Ablöse im Bereich von 30 Millionen Euro schwebe dem niederländischen Meister vor. Geld, das Leverkusen spätestens durch den zu erwartenden Verkauf von Kai Havertz hätte. Sportdirektor Simon Rolfes jedoch dementierte die Gerüchte: "Onana ist kein Thema", sagte er dem kicker und stärkte stattdessen Hradecky den Rücken: "Lukas hat eine gute Saison gespielt. Wir haben einen guten Keeper."


André Onana steht bei diversen Klubs auf dem Zettel, Leverkusen gehört wohl nicht (mehr) dazu

Möglicherweise hat Rolfes das Wort "mehr" hinter seiner Aussage zu Onana bewusst weggelassen, um seinen Keeper nicht öffentlich zu denunzieren, was ihn ehrt. Vielleicht gab es ein Leverkusener Angebot für den Kameruner, welches schlicht nicht mehr erhöht werden soll oder kann, weswegen Hradecky nun weiterhin das Vertrauen genießt. Es würde davon zeugen, dass Bayer nicht um jeden Preis einen Ersatz suchte, sondern die Fühler nach einem möglichen Upgrade ausstreckte - und das nicht zu tun, wäre fahrlässig.


Hradecky muss sich steigern


Nach Rolfes' Aussage wird sich an der Torwart-Situation beim Tabellenfünften der vergangenen Bundesliga-Saison also wohl nichts mehr ändern. Klar ist aber, dass Hradecky sich in der kommenden Saison wieder steigern muss: Zwar zeigte der Finne auch 2019/20, dass er zu den besseren Keepern in der Bundesliga gehört, doch seine Spielzeit war auch geprägt von zu vielen Unsicherheiten und Patzern. Leverkusens Interesse an Onana ist deshalb wahrscheinlich nicht komplett aus der Luft gegriffen, fürs erste aber kein Thema mehr.