Nach dem bitteren wie unnötigen 0:1 gegen Slavia Prag steht für Bayer Leverkusen bereits die nächste Partie an. Am Sonntag ist das Team von Peter Bosz im Breisgau beim SC Freiburg zu Gast. Der Leverkusener Coach ist zu Änderungen in seiner Startelf gezwungen.


Die Niederlage in Tschechien nahm der Werkself ein wenig den Wind aus den Segeln, war man in dieser Saison doch noch ungeschlagen und zuletzt dreimal in Folge siegreich. Nun muss sich Leverkusen erstmal wieder etwas sammeln - auch, um Kräfte zu schonen.


Der Coach ist nach einer weiteren englischen Woche allerdings zuversichtlich, dass sein Team die Strapazen aushält. "Wir haben viele Spiele in kurzer Zeit, aber die Spieler sind noch fit und frisch", so Bosz auf der Pressekonferenz. Auch am kommenden Sonntag werde man "eine frische Mannschaft auf dem Platz stehen haben."


Doch Leverkusen muss nicht nur die vielen Spiele kompensieren, mitunter gilt es auch, das Fehlen einiger Profis aufzufangen. Ziemlich sicher wird die Partie in Freiburg für Kapitän Charles Aranguiz zu früh kommen. Daneben scheint auch Stürmer Patrik Schick laut Bosz noch kein Kandidat für den Kader zu sein. Für Lars Bender könnte die Zeit reichen, Exequiel Palacios werde aller Voraussicht nach mit in den Breisgau reisen können.


Gegen Freiburg wird Leverkusen weiterhin auf das bewährte 4-3-3 mit zwei Achtern setzen (also eher ein 4-1-2-3).


Gegen Freiburg tauscht Bosz die komplette Defensive aus


Im Tor startet die Nummer Eins Lukas Hradecky. Der Finne hielt gegen Prag einen Elfmeter - den er selbst zuvor verursacht hatte.


In der Viererkette der Defensive bahnt sich (abermals) ein Kahlschlag an. Bereits in der Europa League setzte Bosz auf eine komplett neuformierte Verteidigung, die ihre Sache sogar recht ordentlich machte. Gegen Freiburg werden aber wieder die etablierten Kräfte gefragt sein, sodass Edmond Tapsoba und Sven Bender die Innen-, sowie Daley Sinkgraven und Lars Bender die Außenverteidiger sein werden. Fällt Letzterer aus, rückt Tin Jedvaj ins Team.


Im Mittelfeld bleibt Julian Baumgartlinger mangels Alternativen als Abräumer erstmal gesetzt. Vor dem Österreicher sind Nadiem Amiri und Florian Wirtz als kreative Posten wohl erste Wahl. Palacios und der in Prag spielende Kerem Demirbay könnten allerdings - je nach Fitnessstand - ebenfalls Optionen für den Trainer sein.


Als zentraler Stürmer darf Lucas Alario auf weitere Spielzeit hoffen, da Konkurrent Schick ausfällt. Der Argentinier nutzte die Verletzung des Teamkollegen bislang gewaltig aus und traf zuletzt gegen Augsburg doppelt (Endstand 3:1). An seinen Seiten sollen ihn der unermüdliche Moussa Diaby und Steh-Auf-Männchen Leon Bailey mit Flanken füttern.


Die Startelf im Überblick:


Die mögliche Bayer-Startelf