Mit einem knappen Erfolg setzte sich der FC Bayern München am Mittwochabend gegen Eintracht Frankfurt durch. Trotz einer starken ersten Hälfte wurde es zum Ende noch einmal spannend. Die Stimmen zum Halbfinale sprechen dennoch eine klare Sprache.


Das Weiterkommen der Bayern war verdient. Durch eine dominante erste Halbzeit konnte die SGE früh aus der Puste gebracht werden. Mit einer deutlichen Steigerung nach der Pause kamen die Adler zwar zum Ausgleich, doch erneut hatten die Münchener das letzte Wort. So sah auch Trainer Hansi Flick die Partie bei am Sky-Mikro:


"Klar, die zweite Halbzeit war nicht ganz so gut. Aber am Ende ist es trotzdem ein verdientes Weiterkommen meiner Mannschaft. Wenn wir in der ersten Halbzeit unsere Chancen reinmachen, läuft die zweite auch etwas anders. Trotzdem muss ich meiner Mannschaft ein riesen Kompliment machen. Wir haben einen riesen Lauf, die Mannschaft spielt sehr sehr gut und da kann man die zweite Halbzeit auch einfach mal hinnehmen. Das ist der Schritt nach Berlin, den wir machen wollten."


Hütter scheidet erhobenen Hauptes aus


Gäste-Coach Andi Hütter hat den Aussagen von Flick wenig entgegenzusetzen. "Wir mussten viel hinterherlaufen zu Beginn. In der zweiten Halbzeit haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht und verdient den Ausgleich erzielt."


Beide Trainer kamen nach dem Spiel zu ähnlichen Erkenntnissen

Dennoch seien die Frankfurter halbwegs positiv gestimmt. "Wir sind enttäuscht, dass wir ausgeschieden sind. Wir können aber auch stolz sein, weil uns das viele nicht zugetraut hätten", so Hütter. Eintrachts Abräumer Sebastian Rode sah dies ähnlich, immerhin brachte man den Titelsammler an den Rand einer Niederlage.


"Das zweite Gegentor war doch zu einfach. Wir haben phasenweise ganz gut gespielt. Das 1:2 war ein kleiner Nackenschlag. Wir haben den Bayern einen guten Fight geliefert. Die Chance ist heute dagewesen, aber das Gegentor war ärgerlich."


Ärger um Ansetzung und Sorgen um Gnabry


Ärger bereitete schon vor dem Spiel, dass die Ansetzung des Halbfinals zu einem solch unglücklichen Zeitpunkt geschah. Flick sah die vielen Spiele nach der Coronapause in der ARD kritisch. "Ich diskutiere die Spielansetzung normalerweise wenig, weil man da eh nichts tun kann. Man hätte ein Pokal-Halbfinale auch nach der Liga spielen können - ähnlich wie die Champions League. "


"Das habe ich intern von Anfang an gesagt, aber leider ist beim DFB niemand auf die Idee gekommen, das umzusetzen." Hansi Flick

Beim DFB sei niemand auf die Idee gekommen, den Pokal komplett nach Ablauf der Liga auszutragen. In wenigen Wochen wird der Übungsleiter wohl über die Terminierung hinwegsehen. Ähnliches wünscht er sich auch für die Verletzung von Serge Gnabry.


Wird Flick noch länger ohne Gnabry auskommen müssen?

"Wir hoffen natürlich, dass er am Samstag dabei ist. Wir warten es jetzt einfach mal ab. Es war eine unglückliche Situation im Training. Er hat sich da am Rücken verletzt. Und heute war es auch nicht möglich, seinen Arm zu bewegen", so Flick kurz. Am Wochenende droht er wie seine Sturmkollegen auszufallen. Eine Zwangspause droht.


Am Mikrofon von Sky wurde Thomas Müller dann auch noch zu Kai Havertz befragt. Dort schwärmte der Ur-Bayer von den Qualitäten des Youngsters. "Er hat so, so gute Fähigkeiten und natürlich wollen wir beim FC Bayern immer die Spieler mit den besten Fähigkeiten haben." Allerdings gab er zu, keinen Einblick in die Planungen zu haben. Ein bisschen Wunschdenken dürfte dennoch durchgedrungen sein.


Die besten Netzreaktionen im Überblick


Im Internet beschwerten sich die meisten Zuschauer über die ruppige und immer wieder unsportliche Gangart beider Mannschaften, speziell aber der Frankfurter. Doch auch die Sondertrikots der Teams und der Zustand der Allianz Arena wurden zum Thema.