Englische Medien berichten übereinstimmend von einem Interesse an BVB-Profi Manuel Akanji aus Leicester. 90min bewertet das Gerücht und erklärt, warum ein Abgang des Schweizer Verteidigers derzeit keinen Sinn ergibt.


Leicester City sucht weiterhin nach der passenden Verstärkung für die Innenverteidigung. Nachdem Cheftrainer Brendan Rodgers in den Gesprächen mit Saint-Etienne und dessen Youngster Wesley Fofana keine Einigung erzielen konnte, bekundet der nordirische Fußballlehrer insbesondere Interesse an BVB-Profi Akanji.


Leicester-Coach Brendan Rodgers möchte Akanji verpflichten

Damit ist der Borusse neben Jonathan Tah von Bayer Leverkusen bereits der zweite Bundesligaspieler, der mit den Foxes in Verbindung gebracht wird. Dem englischen Onlineportal leicestermercury zufolge, bastelt der Premier-League-Meister von 2016 bereits an einer Offerte für Akanji. Die Quelle ist dabei durchaus mit Vorsicht zu genießen, beruft sich allerdings auf übereinstimmenden Aussagen der britischen Tageszeitung Daily Mirror. Demnach genieße eine Akanji-Verpflichtung die höchste Priorität im Klub.


Akanji-Abgang äußerst unwahrscheinlich


Aber wie wahrscheinlich ist der Abgang des Schweizer Nationalspielers aus Dortmund wirklich? Obwohl Akanji gen Ende der vergangenen Spielzeit nicht als unverkäuflich galt, müssten die Foxes nun eine gehörige Portion Geld in die Hand nehmen, um die Schwarz-Gelben von einer Freigabe ihres zentralen Verteidigers zu überzeugen.


Zu dünn ist die aktuelle Personaldecke des BVB in der Abwehrzentrale. Mit Akanji, Dan-Axel Zagadou und Mats Hummels stehen Cheftrainer Lucien Favre lediglich drei wirkliche Innenverteidiger zur Verfügung. Zagadou ist verletzt und das durchaus häufiger, Hummels wird auch nicht jünger und der zuletzt in der Dreierkette aushelfende Emre Can ist eigentlich im zentralen Mittelfeld beheimatet.


Mit dem Verkauf von Akanji ergäbe sich eine neue Baustelle in Dortmund

Äußerst unwahrscheinlich also, dass Sportdirektor Michael Zorc mit dem Verkauf von Akanji eine neue Baustelle "eröffnet". Es sei denn, der 58-Jährige hätte bereits lukrative Aussichten auf einen Nachfolger. Diese scheinen kurz vor Schluss des Transferfensters in exakt einer Woche und nach bereits zwei gespielten Bundesliga-Partien allerdings nicht gegeben.


Akanji zu den Foxes - ein Transfer-Gerücht, welches vor fünf bis sechs Wochen noch deutlich realistischer gewesen wäre. Aufgrund der Tatsache, dass auch die Ablösesummen mit dem Start der neuen Saison steigen, dürfte Akanji für die Engländer nun zu teuer werden. Der 25-Jährige besitzt in Dortmund noch einen Vertrag bis 2022. Sein Marktwert liegt laut transfermarkt.de bei 20 Millionen Euro. Ein jetziger Transfer dürfte noch einmal rund zehn Millionen Euro mehr kosten.