Aus den Vertragsgesprächen mit David Alaba hat der FC Bayern offenbar seine Lehren gezogen. Wie der kicker (Donnerstag) berichtet, wollen die Verantwortlichen des Rekordmeisters die Zügel künftig früher in die Hand nehmen.


Einige Verträge wären am 30. Juni 2021 ausgelaufen, mit Ausnahme von David Alaba und Jerome Boateng konnte der FC Bayern die Zukunft seiner Angestellten aber schon in der ersten Jahreshälfte klären: Manuel Neuer und Thomas Müller erhielten (genau wie Cheftrainer Hansi Flick) jeweils einen neuen Vertrag bis 2023, Thiago wurde an den FC Liverpool verkauft.

Während eine mögliche Vetragsverlängerung bei Boateng noch nicht vorangetrieben wurde, stocken die Gespräche mit der Alaba-Seite seit Monaten. Im Blickpunkt stehe das Gehalt des Innenverteidigers, heißt es in der allgemeinen Berichterstattung, Sport Bild spricht zudem von einem angeblich geäußerten Versprechen bei der letztmaligen Verlängerung im Jahr 2016, als die Bayern Alaba zugesichert haben sollen, dass er auf seiner einstigen Wunschposition im zentralen Mittelfeld zum Einsatz kommen werde.


Hat noch immer nicht beim FC Bayern verlängert: David Alaba

Die öffentliche Fehde zwischen den Bayern-Verantwortlichen und Alaba-Berater Pini Zahavi wurde längst stillgelegt, Fortschritte scheinen die Gespräche hinter den Kulissen aber nicht zu machen, wie unter anderem auch Sport1 meldet. Den Münchnern läuft jedoch die Zeit davon: Ab Januar darf Alaba frei mit anderen Vereinen verhandeln und sich auf ein Engagement ab Juli 2021 einigen. Es droht ein ablösefreier Transfer.


FC Bayern will Vertragsgespräche künftig früher in Angriff nehmen


Bald gilt es jedoch auch, weitere Vertragsangelegenheiten zu klären: Nach aktuellem Stand ist der 30. Juni 2022 der Stichtag für die Arbeitspapiere von Leon Goretzka, Niklas Süle und Corentin Tolisso. Wie der kicker berichtet, sollen die Verantwortlichen ihre Lehren aus dem Alaba-Poker gezogen haben und gewillt sein, beim Trio vorzeitig Nägel mit Köpfen zu machen.

Aufgrund der Corona-Krise gestalte sich dieses Unterfangen aber kompliziert: Formstarke Spieler würden zunächst die Entwicklungen auf dem Transfermarkt abwarten wollen und die Vereine seien wegen der ungeklärten Dauer der Einschränkungen und finanziellen Einbußen nicht imstande, die Budgets für die kommenden Jahre zu benennen. Eine Reihe an hohen Gehaltsversprechen könnte sich daher rächen, sollte der Fußball auch über die November-Beschlüsse hinaus ohne Zuschauer stattfinden.