Am Ende doch knapper als erwartet, ist der FC Heidenheim gestern Abend in der Relegation zur Bundesliga am SV Werder Bremen gescheitert. Dem 0:0 in Bremen folgte ein vor allem in den Schlussminuten dramatisches 2:2 in der heimischen Voith-Arena. Damit konnten sich die Zweitliga-Profis am Ende nicht für eine starke Saison belohnen. Ein paar ihrer Fans reagierten auf den verpassten Aufstieg ungewohnt gewalttätig. Doch auch in Bremen blieb es nicht bei friedlichen Siegesfeiern.


Heidenheim-Fans fühlen sich provoziert - und attackieren Bremer Mannschaftsbus


Das kannte man von den Heidenheimer Fans bislang nicht. Die Bremer waren gerade aus ihrer Kabine gekommen und befanden sich auf dem Weg zum Mannschaftsbus, als sie spontan noch eine letzte Jubel-Polonäse um das Gefährt herum organisierten. Für ein paar herumstehende Heidenheimer war das offenbar zu viel der Provokation - sie stürmten das Gelände und attackierten die Bremer Spieler.


"Mehrere Personen bewarfen den in der Abfahrt befindlichen Mannschaftsbus von Werder Bremen mit Steinen und Flaschen. Dabei ging eine Scheibe des Busses zu Bruch", sagte der Polizeihauptkommisar Rainer Strobl gegenüber der Bild-Zeitung. Unter Polizeischutz verließ Bremen schließlich das Stadion.


Zusammenstöße mit der Polizei im Bremer Viertel


Doch leider blieb es nicht bei diesen Vorkommnissen. Auch in Bremen selbst eskalierte während der Nacht die Situation. Im Bremer Viertel, an der Sielwall-Kreuzung hatten sich bis zu 700 Bremer Fans eingefunden. Blieb es zu Beginn noch friedlich, entglitt den Ordnungskräften die Situation ab Mitternacht immer mehr. Nachdem die Polizei mehrere Male auf der Kreuzung stattfindende Fußball-Spiele unterbunden hatte, wurde sie von einem Teil der Menge mit Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen. Auch Bengalos wurden gezündet. Einige Chaoten versuchten sogar, Polizeiketten zu durchbrechen. Die Polizei setzte daraufhin Reizgas ein. Es gab mehrere Verhaftungen und einen Verletzten durch einen Flaschenwurf.