Gute Nachrichten für Borussia Dortmund: Neben dem offenbar geizigen Hertha BSC hat nun auch die AS Monaco ein Interesse an Marius Wolf hinterlegt. Neu-Coach Niko Kovac kennt den 25-Jährigen aus gemeinsamer Zeit.


In der letzten Saison spielte Marius Wolf für die Leihgebühr von knapp zwei Millionen Euro für Hertha BSC. Der Außenspieler absolvierte 24 Pflichtspiele für die Berliner, in denen er ein Tor schießen und fünf weitere vorbereiten konnte. Der Hauptstadtklub ist an einer fortgesetzten Zusammenarbeit interessiert, möchte aber nur fünf Millionen Euro zahlen.


Die gute Nachricht für den BVB, der ungefähr zehn Millionen Euro und somit das Doppelte fordern soll: Laut Bild-Informationen schaltet sich nun auch die AS Monaco in den Poker um den gebürtigen Coburger ein. Wolf hat in Dortmund allerdings einen noch langfristig bis 2023 gültigen Vertrag - somit ist Schwarz-Gelb nicht gezwungen, ihn abzugeben. Nach dem Abgang von Achraf Hakimi könnte er sogar noch Chancen auf regelmäßige Einsatzzeiten haben.


Wolf und BVB ohne Zeitdruck


Niko Kovac, seit einigen Tagen in Monaco tätig, soll jedoch bereits sein Interesse hinterlegt haben. Wolf soll Teil einer Aufrüstung werden, durch die der neue Trainer in der französischen Ligue 1 erfolgreich sein möchte. Schlecht für die Hertha, sollte man den Transfer tatsächlich über die Bühne kriegen wollen: Monaco wäre vermutlich sowohl bereit als auch in der Lage, die geforderte Ablösesumme von zehn Millionen Euro zu zahlen.


Kovac und Wolf kennen sich - das könnte ein Vorteil für Monaco sein

Viel hängt also auch an der Überzeugungsarbeit gegenüber Wolf. Trotz der vergangenen Saison im Berlin-Trikot könnte er sich für Frankreich entscheiden: Unter Kovac, der ihn im Frühjahr 2017 zu Eintracht Frankfurt holte, wurde er zum gestandenen Bundesligaprofi und zeitweise sogar ein Kandidat fürs DFB-Team - zusammen gewannen sie in der Saison darauf den DFB-Pokal. Ein Wiedersehen könnte durchaus einen gewissen Reiz ausmachen.


Für Wolf selbst, aber auch für Dortmund offenbart sich also eine insgesamt doch recht entspannte Lage. Spieler und Verein können ohne Zeitdruck über die gemeinsame Zukunft sprechen, die jeweiligen Vorstellungen ausloten. Kommt man zu dem Entschluss, eine Trennung wäre besser, gibt es sogar mindestens zwei Vereine, die bieten können. Der BVB kann also mit Ruhe an die Personalie herangehen.