Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat sich der französische Liga-Verband LFP auf ein vorzeitiges Ende der Saison 2019/20 geeinigt. Paris Saint-Germain soll demnach zum Meister gekürt werden, der FC Toulouse und SC Amiens würden derweil absteigen.


Dies berichtet unter anderem L'Équipe. Vor wenigen Tagen verkündete Premierminister Édouard Philippe, dass Sportveranstaltungen bis August untersagt werden. Wie es heißt, habe sich der Liga-Verband darauf geeinigt, die Saison nach dem Punktequotienten zu beenden. Entscheidend ist somit, wie viele Punkte die Mannschaften durchschnittlich pro Spiel eingefahren haben. Eine Wertung nach dem jetzigen Tabellenstand war demnach nicht möglich, weil Paris Saint-Germain und Racing Strasbourg ein Spiel weniger absolviert haben als die restlichen Mannschaften.


Die Meisterschaft ginge somit an PSG. Bereits in der vergangenen Spielzeit sicherte sich die Mannschaft von Thomas Tuchel den Titel. Olympique Marseille und Stade Rennes bleiben auf den Champions-League-Plätzen, der OSC Lille darf derweil an der Europa League teilnehmen. Wenn die beiden französischen Pokalwettbewerbe ebenfalls abgesagt werden, dürfen wohl auch Stade Reims und OGC Nizza auf einen Platz in der Europa League hoffen.


Toulouse-Präsident droht mit Klage


Derweil würden der FC Toulouse und SC Amiens absteigen. Mit 13 Zählern steht Toulouse abgeschlagen auf dem 20. Tabellenplatz, Amiens hat nur vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Toulouse-Präsident Olivier Sadran wehrt sich gegen die vermeintliche Entscheidung. Im Vorfeld erklärte der 50-Jährige in einem offenen Brief, ein Abstieg würde "eine Bestrafung darstellen, die nicht den Regularien entspricht" (zitiert via transfermarkt.de). Sadran droht mit einer Klage, sollte die Saison wie berichtet beendet werden.