Derzeit steht auf Schalke eine potenzielle Rückkehr von Sead Kolasinac im Raum. Per Leihe könnte der gelernte Linksverteidiger neben oder vor Bastian Oczipka auflaufen. Ein allerdings sehr unrealistisches Szenario, da der Bosnier auf eine große Menge Geld verzichten müsste.


Die größten Kader-Baustellen, die beim FC Schalke 04 angegangen werden müssen, befinden sich auf der Position des Rechtsverteidigers und im Sturmzentrum. Zwei Rollen, die so schnell wie möglich angegangen werden müssen, damit eine zumindest halbwegs vernünftige Saisonvorbereitung für die erhofften Neuzugänge noch möglich sein wird. Zunächst ist der Klub jedoch auf eigene Einnahmen angewiesen.


Währenddessen ist auch ein weiterer Linksverteidiger immer wieder ein Thema. Bastian Oczipka hat zwar erst im Frühjahr langfristig bis 2023 verlängert, doch ist er - bei allem Respekt - keine Lösung für die Zukunft. Was mit Rückkehrer Hamza Mendyl passiert, ob er zumindest für ein Überbrückungs-Jahr den Backup geben kann oder wird, ist noch unklar. Somit besteht auch auf der linken Seite zumindest theoretischer Handlungsbedarf.


Gute Laune bei Bastian Oczipka - es wird zumindest ein Backup benötigt

Am Montagabend brachte Sky eine Rückkehr von Sead Kolasinac ins Spiel. 2017 wechselte er ablösefrei zum FC Arsenal, nachdem er zuvor sechs Jahre für Schalke auflief. In England soll er sich zurzeit nicht wohlfühlen, eine zwischenzeitliche Flucht nach Deutschland sei somit ein durchaus denkbares Szenario sein, hieß es. Erste Gespräche soll es sogar schon gegeben haben, um die jeweiligen Standpunkte grob auszutauschen.


Gespräche zwischen Schalke und Kolasinac: Großer Gehaltsverzicht als Grundlage für Rückkehr


Auch die Bild berichtet am Mittwoch von einem Treffen zwischen Kolasinac und S04-Sportvorstand Jochen Schneider. Bei einem gemeinsamen Essen beim Italiener sollen sich die beiden ausgetauscht haben. Was nach frühzeitigen Gesprächen und anvisierten Plänen aussieht, ist allerdings eher ein (zumindest momentan) entfernter Wunsch.


Sead Kolasinac fühlt sich beim FC Arsenal nicht mehr wohl

Der 27-Jährige soll über die Jahre zwar immer mal wieder signalisiert haben, dass er sich ein Comeback für Königsblau vorstellen kann, doch die Umsetzung ist und bleibt ein ganz anderes Thema. Aufgrund des bis 2022 gültigen Vertrags bei den Gunners ist ohnehin nur eine Leihe als etwaiges Szenario möglich. Doch auch diese würde Schalke vor sehr große Hürden stellen: Sein Jahresgehalt von etwa neun Millionen Euro (via Bild) müsste so aufgeteilt werden, dass es zu einer Einigung der drei Parteien kommt.


S04 könnte maximal die sich selbst auferlegten 2,5 Millionen Euro zahlen. Auch wenn diese Obergrenze eher variabel und flexibel einzusetzen ist, wird nicht mehr drin sein. Eine Aufteilung im groben 50:50-Rahmen, wie es in der Regel geläufig ist, würde dementsprechend bedeuten, dass mindestens vier Millionen Euro übrig blieben - und dabei würde Arsenal schon den gleichen Anteil wie der Bundesligist stemmen. Geld, auf das Kolasinac auf eigene Faust verzichten müsste, wenn er wirklich wieder in Blau-Weiß auflaufen möchte.


Der Bosnier im S04-Dress: Möglich, aber unrealistisch

Dass ein Fußballer auf fast die Hälfte seines gewohnten Gehalts verzichten würde, nur um für eine einzige Saison für einen bestimmten Verein zu spielen, ist enorm unwahrscheinlich. Bei aller möglichen Verbundenheit zu Schalke: Laut Bild dürfte sich der Außenverteidiger darauf kaum einlassen, alles andere wäre schon sehr überraschend. Zumal es sicherlich einige andere Klubs geben wird, die Interesse an einer Leihe, oder sogar an einem festen Transfer vorzuweisen haben. Dort müsste er auch nicht auf eine ganze Menge Geld verzichten.