Sami Khedira hat bei Juventus wohl keine Zukunftsaussichten mehr, der italienische Serienmeister möchte den Vertrag mit ihm noch in diesem Sommer auflösen. Sofort kamen erste Gerüchte auf, wonach eine Rückkehr zum VfB Stuttgart im Raum steht - diese sind aber mit Vorsicht zu genießen.


Eigentlich hat Sami Khedira bei Juventus noch einen Vertrag bis 2021, die Zeit des ehemaligen deutschen Nationalspielers in Italien neigt sich aber offenbar dem Ende zu. Wie der Corriere di Torino berichtet, möchte Juve den Vertrag mit Khedira vorzeitig auflösen, um seine nach Angaben der Zeitung sechs Millionen Euro Netto von der Gehaltsliste zu bekommen. Gespräche diesbezüglich hätten bereits begonnen.


Sportlich hatte der 33-Jährige in den vergangenen beiden Jahren kaum Chancen, das üppige Gehalt zu rechtfertigen. Khedira hatte immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und absolvierte seit 2018 lediglich 22 Spiele in der Serie A. Dort lief er zuletzt Ende November 2019 auf und kann seither nur einen 28-Minuten-Einsatz in der Coppa Italia vorweisen. Wahrscheinlich war es sein letzter Auftritt im Juventus-Trikot, denn auch im noch ausstehenden Finalturnier der Champions League wird Khedira verletzungsbedingt nicht spielen können.


Kehrt Khedira zum VfB Stuttgart zurück?


Mit der Meldung der wohl bevorstehenden Vertragsauflösung heizte sich natürlich sogleich die Gerüchteküche auf, es wird über eine Rückkehr zum VfB Stuttgart spekuliert. Dort spielte der Weltmeister bereits von 1995 bis 2010, ehe es ihn zu Real Madrid und schließlich nach Turin zog. 2007 wurde Khedira mit dem VfB deutscher Meister.


Sami Khedira erzielte 2007 den Siegtreffer gegen Cottbus, der den VfB zum Meister machte

Zumindest behauptet Sky, dass über eine Rückkehr Khediras zu seinem Jugendverein spekuliert wird, doch eine richtige Quelle gibt es dafür nicht. Es ist wohl einfach logisch, dass der Mittelfeldspieler an diesem Punkt seiner Karriere wieder mit den Schwaben in Verbindung gebracht wird; mit 33 und der jüngeren Verletzungshistorie werden die Top-Klubs eher nicht Schlange stehen.


"Solange ich meine persönliche Leistung so abrufen kann, werde ich natürlich bei Vereinen spielen, die auf einem höheren Level sind", sagte Khedira im November 2018 zur Stuttgarter Zeitung auf die Frage, ob er sich ein neuerliches Engagement beim VfB vorstellen könne. Bleibt also zu klären: Ist jetzt der Zeitpunkt, zu einem Verein zu gehen, der nicht mehr auf Champions-League-Niveau agiert? "Sag niemals nie", hatte Khedira noch angehängt. Ausgeschlossen ist also nichts, trotzdem sollte das Gerücht vorerst mit einiger Skepsis betrachtet werden.