Die Zukunft von David Alaba ist aktuell eines der heißesten Themen der Bundesliga - besonders nach der Attacke von Uli Hoeneß. Karl-Heinz Rummenigge und Hansi Flick rufen nun erstmal zur Ruhe auf.


Wie sehr der deutsche Rekordmeister David Alaba wertschätzt, muss an dieser Stelle kaum noch erwähnt werden. Quasi in jedem Interview betonen die Bayern-Bosse und Mitspieler, was für ein fabelhafter Kerl auf und außerhalb des Fußballplatzes der Österreichers doch ist.


Rummenigge ruft zu Zurückhaltung auf


Doch aktuell sind es weniger die menschlichen und sportlichen Qualitäten des 28-Jährigen, die im Fokus stehen, sondern vielmehr sein im nächsten Jahr auslaufender Vertrag. Uli Hoeneß warf Alaba-Berater Pini Zahavi in diesem Zug vor, ein "geldgieriger Piranha" zu sein, Hasan Salihamidzic schaltete sich ebenfalls ein und erklärte, dass Alaba das "attraktive Angebot" der Münchener wiederholt abgelehnt hat. Brazzo zum kicker: "Beim FC Bayern gibt es eine sportliche und finanzielle Obergrenze: Robert Lewandowski und Manuel Neuer. Ich denke nicht, dass David selbst glaubt, er stünde über diesen zwei Kollegen."


In den vergangenen Tagen ist somit reichlich Schärfe in die Thematik gekommen, die vor allem in der Öffentlichkeit ausgetragen wird. Karl-Heinz Rummenigge, der sich bislang sehr verdeckt gehalten hatte, sprach gegenüber der Bild live nun ein Machtwort aus - und verteilte einen Maulkorb an alle Beteiligten: "Ich bitte wirklich darum, dass man jetzt ganz einfach Ruhe gibt, die Gespräche intern führt. Erstmal empfehle ich wirklich allen Parteien, keine Kommentare mehr in der Öffentlichkeit abzugeben."


Rüffel für Hoeneß


Gegenüber Spox legte Rummenigge noch einmal nach - vor allem Hoeneß' Attacke, die offenbar nicht abgesprochen war, scheint den Bayern-Vorstandsvorsitzenden zu ärgern: "Ich glaube nicht, dass wir das gebraucht haben. Ich kann mich nur wiederholen: Verhandlungen müssen meiner Erfahrung nach diskret und vertrauensvoll geführt werden. Erst wenn man ein finales Ergebnis hat, sollte man damit an die Öffentlichkeit gehen. Dass diese Vertragsverhandlungen nicht einfach werden würden, war von Anfang an klar. Es kann daher nicht im Interesse von Bayern München sein, Interna dieser Qualität coram publico kundzutun."


Hansi Flick äußerte sich auf der Pressekonferenz vor dem Liga-Auftakt ähnlich und wünschte sich (via kicker), "dass beide Seiten aufeinander zugehen und ein bisschen Schärfe aus der ganzen Sache rausnehmen". Das zuletzt entstandene Bild werde "dieser tollen Beziehung zwischen David und dem FC Bayern nicht gerecht".