In einem Interview, das auf der Website des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgestrahlt wurde, hat sich Bundestrainer Joachim Löw positiv über den Re-Start in der Bundesliga geäußert. Der 60-Jährige lobte das Niveau der Geisterspiele und glaubt, dass der FC Bayern zum achten Mal in Folge Meister wird.


Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga ließ zunächst einige Fragen offen. Unklar war etwa, wie verfahren wird, wenn ein Spieler positiv getestet wird, ob sich Fans vor den Stadien versammeln und wie hoch das Niveau der Mannschaften auf dem Platz sein wird.

Das erste Fazit fällt aus Sicht von Joachim Löw positiv aus. Der Bundestrainer ist allen voran vom Leistungsniveau der Mannschaften angetan: "Es hat für mich einen positiven Effekt gehabt, dass die Spieler top motiviert aus dieser langen Pause kamen und ohne Zuschauer das Gleiche an den Tag legen als wenn 80.000 im Stadion wären", sagte er im Interview mit dem DFB.


Joachim Löw ist von der hohen Intensität auf dem Platz überrascht

Besonders überrascht sei er über die "hohe Motivation, die die Spieler und die Mannschaften an den Tag legen", so Löw. Trotz der zweimonatigen Pause spüre er "Lust auf Wettkämpfe, auf Zweikämpfe, auf Tore erzielen, [und] Tore verhindern." Dennoch sei es "eine andere Art von Fußball und vom Zuschauen, man muss sich ein bisschen daran gewöhnen. Fußball ohne Emotionen auf den Rängen, auf den Tribünen, von den Fans, das ist natürlich schon etwas anderes."


Löw glaubt an achte Meisterschaft des FC Bayern


Am Dienstag ist eine Vorentscheidung in der Meisterschaft gefallen. Der FC Bayern setzte sich gegen Borussia Dortmund mit 1:0 durch und hat nun sieben Punkte Vorsprung auf den Rivalen. "Es war wirklich ein Top-Spiel. Beide Mannschaften spielen technisch gesehen, taktisch gesehen, individuell betrachtet auf einem sehr, sehr guten Niveau. Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen", sagte Löw, der glaubt, dass sich die Bayern die achte Meisterschaft in Folge nicht mehr nehmen lassen. "Dafür sind sie zu konzentriert aus der längeren Pause herausgekommen, individuell zu stark und unter Hansi Flick zu einem Team geworden. Von daher glaube ich, dass die Meisterschaft entschieden ist", so der Bundestrainer.