Für das Stadtderby gegen den FC St. Pauli (Freitag, 18:30 Uhr) kann HSV-Trainer Daniel Thioune personell so ziemlich aus dem Vollen schöpfen. Allein der langzeitverletzte Rick van Drongelen sowie Bakery Jatta werden im Volkspark fehlen. Dafür kehrt ein Schlüsselspieler zurück.


Wie sehr Jeremy Dudziaks spielerische Stärke dem HSV fehlen kann, hat zumindest die erste Hälfte der Partie gegen den noch sieglosen Tabellenletzten Würzburg gezeigt. Mit Aaron Hunt auf der Position des Sechsers (sehr fleißig übrigens auch in der ungeliebten Rückwärtsbewegung) fehlte den Hanseaten lange Zeit das überraschende, kreative Element im Spiel.


Doch der nach seiner Schulterverletzung (aus dem Spiel in Fürth) wiedergenesene Deutsch-Tunesier kann gegen den FC St. Pauli wohl mit von der Partie sein. Eingedenk der Variabilität des Trainers bezüglich seiner Aufstellungen darf man gespannt auf die Startformation der Hamburger sein. Wir rechnen mit folgender Anfangself.


TOR:


Im Tor führt an Sven Ulreich natürlich kein Weg vorbei. In zwei seiner bisher vier Liga-Spielen für seinen neuen Klub blieb er ohne Gegentreffer. Bei den kassierten Toren traf ihn in allen Fällen keine Schuld. Mit Ulreich im Tor hat der HSV endlich auch diesen psychologischen Vorteil, dass man beim Gegner genau weiß: da steht ein früherer Bayern-Keeper im Tor. Das macht auch was mit den gegnerischen Angreifern.


ABWEHR:


Spannend könnte es in der Defensive werden. Gegen Würzburg wagte Thioune das "Experiment" mit Moritz Heyer auf der Sechs. Ganz schlecht war es nicht. Man sah aber auch, dass sich der frühere Osnabrücker in der Abwehrzentrale deutlich wohler fühlt. Da sollte er auch gegen Pauli beginnen. Und zwar neben Stephan Ambrosius, der gefühlt von Spiel zu Spiel besser wird. Tim Leibold auf der linken und Jan Gyamerah auf der rechten Abwehrseite komplettieren die Defensive.


MITTELFELD:


Im Mittelfeld könnte Amadou Onana von Anfang an zurückkehren. Nach seiner Hereinnahme gegen die Kickers wirkte das ganze System der Hamburger weitaus stabiler als mit Gideon Jung. Khaled Narey dürfte seinen Platz momentan auch sicher haben. Mit zwei Toren hat der flinke Mittelfeldspieler seine Torausbeute aus dem Vorjahr bereits jetzt schon verdoppelt. In fünf Spielen stehen insgesamt schon drei Scorerpunkte zu Buche - einer weniger als in der kompletten Vorsaison. Für ihn dürfte Sonny Kittel weichen, dem hart geführte Spiele (wie es gegen den Stadtrivalen zu erwarten ist) eh nicht so liegen.

Fürs Kreative in der Schaltzentrale wären Aaron Hunt und Jeremy Dudziak eine gute Option.


STURM:


Und vorne kommt momentan auch an Manuel Wintzheimer, dessen Leistungen unter Thioune ebenso explodiert sind, wie die von Narey, und an Simon Terodde (oder sollte man sagen: Tor-Rodde ?) kein anderer Akteur im Kader vorbei.


Die voraussichtliche Aufstellung des Hamburger SV:


So könnte der HSV im Stadtderby beginnen