In den Vertragsverhandlungen zwischen Manuel Neuer und dem FC Bayern scheint es noch immer keinen Durchbruch zu geben. Nun hat sich Ex-Präsident Uli Hoeneß zu Wort gemeldet. Er "würde es sehr begrüßen", wenn der Nationaltorhüter weiterhin in München bliebe, während er die Verpflichtung von Alexander Nübel lobte.


Die Vertragsverlängerung von Manuel Neuer schien für die meisten, bevor die Gespräche und Verhandlungen begannen, eine Art Selbstläufer zu sein. Beide Parteien sind ausgesprochen glücklich sowie erfolgreich miteinander. Der berühmte "letzte große Schritt" zu einem anderen Verein strahlte auf den Torhüter stets wenig Faszination aus, so zumindest der allgemeine Eindruck. Mit seinen heute 34 Jahren nochmal eine neue Herausforderung suchen, das erscheint nicht notwendig zu sein.


Vertragsangebot für Neuer steht: Hoeneß würde sich über Verbleib freuen


So soll Neuer zuletzt seinen grundsätzlichen Willen bekundet haben, in München zu bleiben. Das schreibt der kicker, der zudem berichtet, dass der gebürtige Gelsenkirchener auch weiterhin dazu bereit sei, in Krisenzeiten auf Gehalt zu verzichten. Ein wichtiges Zeichen, da der Münchener Gehaltsverzicht von 20 Prozent zumindest vorerst nur für den April vorgesehen war.

Der FC Bayern ist derweil von der eigenen Postion in den Vertragsverhandlungen offenbar nicht weiter abgerückt: Der Rekordmeister bietet eine Zusammenarbeit für drei Jahre an, inklusive einem nochmals aufgebesserten Gehalt.


Uli Hoeneß wünscht sich weiterhin ein positives Ende der Vertragsgespräche, wie er dem kicker erklärte: "Ich würde es sehr begrüßen und mich sehr freuen, wenn Manuel Neuer die nächsten Jahre beim FC Bayern bleiben würde, weil er nach wie vor der beste Torwart der Welt ist."

Im gleichen Atemzug lobte er den von ihm maßgeblich eingestellten Sportdirektor für dessen Nübel-Transfer, über den es zuletzt viel internen Ärger mit Beratern gab: "Genauso bin ich der Meinung, dass die Verpflichtung von Alexander Nübel zu hundert Prozent richtig ist und eine Glanztat von Hasan Salihamidzic war."


Ein verbessertes Angebot seitens des FC Bayern wird Neuer wohl nicht mehr erwarten können. Zu den Meldungen, dass er ein Arbeitspapier um fünf Jahre fordere, hatte er sich zusammen mit seinem Berater gegenüber der Bild geäußert. Dies sei sicherlich nicht richtig, während er sich vor allem über das Hinaustragen von internen und vertraulichen Details ärgerte. "Das kenne ich so nicht beim FC Bayern", hatte Neuer verlauten lassen.