Der Transfer von Jhon Cordoba aus Köln zur Hertha befindet sich auf der Zielgeraden. 15 Millionen Euro blättert Hertha dem Vernehmen nach für den kolumbianischen Mittelstürmer hin, der letztes Jahr 13 Treffer in der Bundesliga erzielte. Bruno Labbadia bekommt damit neben Piatek noch Cordoba als zweite Option für den Hertha-Mittelsturm.


Insbesondere gegen schwächere Gegner vermisste Hertha in der Vorbereitung einen echten Zielspieler im gegnerischen Strafraum; nach der Corona-Unterbrechung hatte zunächst Vedad Ibisevic diese Rolle erfüllt. Mit seiner Kopfballstärke und Physis könnte Cordoba gegen die Teams aus den unteren Tabellenregionen Piatek als Mittelstürmer im 4-3-3 ersetzen.


Denkbar wäre in Zukunft dann auch wieder auch ein Doppelsturm - sowohl mit Cordoba als auch mit Piatek, dahinter einem flachen Vierer-Mittelfeld (mit zwei Flügelspielern und zwei Achtern) oder einer Mittelfeldraute.


Bildet Piatek bald einen Doppelsturm mit Cordoba?

Unabhängig von seinen beiden Neunern muss Labbadia aber natürlich auch die anderen Spieler in Herthas Offensive unterbringen. Insbesondere Matheus Cunha und Dodi Lukebakio überzeugten im DFB-Pokalspiel gegen Braunschweig. Cunha wurde dabei - anders als in der Vorbereitung - in einer relativ freien Rolle auf dem linken Flügel eingesetzt. Lukebakio sieht Labbadia auf Rechtsaußen am Stärksten.


In einem 4-4-2-System wäre wohl kaum Platz für beide - bei einer Mittelfeldraute könnte Cunha zwar den Part im offensiven Mittelfeld geben, für Lukebakio wäre dann aber kein Platz in der Startformation.


Klar ist somit: Nur selten werden Cordoba, Piatek, Lukebakio und Cunha gemeinsam von Beginn an auf dem Platz stehen. Mit Javairo Dilrosun, Jessic Ngankam und dem anvisierten Neuzugang auf den Flügeln wird sich der Konkurrenzkampf in Herthas Offensive sogar noch mehr verschärfen. Ondrej Duda, der wohl nur selten Einsatzmöglichkeiten bekommen hätte, scheint derweil vor dem Abgang zum 1. FC Köln zu stehen.


Für Herthas Trainer Bruno Labbadia wird es trotzdem eine Herausforderung, alle seine Offensivkräfte zufrieden zu stellen. Dass weiterhin fünf Auswechslungen pro Partie erlaubt sind, kann Hertha in diesem Sinne nur entgegen kommen.