Werder Bremen feierte am Samstag den wichtigsten Saisonsieg und rettet sich in die Relegation. Dort warten mit Heidenheim oder dem HSV schwere Aufgaben. Ein Ausblick auf die Gegner lässt die Fans auf spannende Duelle mit viel Brisanz hoffen.


Das heimliche Traumszenario eines jeden Werder-Fan könnte sich in dieser Saison vermutlich doch noch erfüllen. Eine Relegation gegen den Hamburger SV würde dem vergangenen Jahr die Krone aufsetzen. Doch noch hat der 1. FC Heidenheim die besseren Karten. Für beide Teams wird der letzte Spieltag entscheiden.


Der aktuelle Tabellendritte muss auswärts beim bestätigten Aufsteiger Arminia Bielefeld ran. Hamburg erwartet dagegen den SV Sandhausen. Beide Gegner sind für die Rivalen mit der richtigen Vorbereitung schlagbar. Der Druck lastet aber speziell auf den Schultern der Hanseaten.


Neue Motivation für Erzfeind Hamburg?


Der HSV ließ in den vergangenen Wochen zu viele Punkte liegen und brachte sich selbst in diese schwierige Ausgangslage. Durch den Bremer Erfolg dürfte die Mannschaft von Dieter Hecking allerdings noch einmal neu motiviert sein. Zu bedeutend wären die zwei möglichen Nordderbys, um nicht noch einmal alles zu versuchen.


Ein Derby wäre auch ohne Zuschauer enorm brisant

Diese Paarung wäre vermutlich deutlich brisanter. Die Rivalität beider Klubs ist überall bekannt. Da das letzt Derby über zwei Jahre zurückliegt, würde man ein ganz neues Feuer entfachen. Denn nie kämpften beide Klubs so direkt über die Vorherrschaft im hohen Fußballnorden.


An Motivation würde es den Heidenheimern allerdings ebenfalls nicht mangeln. Ein tolles Jahr soll mit dem Aufstieg gekrönt werden. Es wäre der Erste der Vereinsgeschichte. Dementsprechend heiß will Trainer Frank Schmidt seine Elf vor den womöglich drei entscheidenden Spielen machen.


Drei Absteiger wie im Vorjahr?


Klar ist, dass beide Klubs den Bremern alles abverlangen würden. Erfahrungstechnisch und vielleicht auch emotional spricht einiges für die Hamburger. Doch spielerisch sind vor allem die Heidenheimer schwer auszurechnen. Wie im Vorjahr könnte es also den favorisierten Bundesligisten erwischen.


Kämpfen sich die unerfahrenen Heidenheimer in die erste Liga?

Denn die Bremer haben noch überhaupt keine Relegations-Erfahrung. An Selbstbewusstsein mangelt es den Grün-Weißen nun aber nicht mehr. Und nach der eigenen Philosophie darf sich der HSV ruhig noch einmal in die Relegation kämpfen. Für Highlights ist aber so oder so in jedem Fall gesorgt.