Auch wenn momentan nicht gespielt wird: Hinter den Kulissen rumort es schon wieder ganz ordentlich bei den zur Zeit zur Wettkampflosigkeit verurteilten Fußball-Klubs. Das gilt auch für den Hamburger SV. Der soll Medienberichten zufolge stark an der Verpflichtung des ehemaligen St.Pauli-Kickers Lennart Thy interessiert sein.


Und nicht nur das: Lennart Thy, bis zum Sommer noch beim holländischen Eredivisie-Klub PEC Zwolle unter Vertrag, hat bekanntlich auch eine Vergangenheit beim großen Erzrivalen des HSV, dem SV Werder Bremen. Also eine doppelte Akzeptanz-Hürde für alle eingefleischten HSV-Fans. Andererseits gibt die Quelle (Fussballtransfers.com) bislang noch nicht viel mehr als ein loses Gerücht wieder. Stichhaltiges zur Frage, ob der HSV wirklich ernsthaftes Interesse an Thy hat, gibt es nicht.


Pendeln zwischen Bundesliga und Zweiter Liga


Und ob der 28-jährige Thy wirklich ein Upgrade zum vorhandenen Personal bei den Rothosen darstellen würde, ist zumindest fragwürdig. In der Jugend schnell zu einem der größten Talente bundesweit gehyped, konnte Thy beim SV Werder Bremen diese Vorschusslorbeeren nie so richtig rechtfertigen. Und so wechselte er 2012 zum Zweitligisten FC St. Pauli, wo er vier Jahre lang blieb.


2016 versuchte er es erneut bei den Grün-Weißen, konnte sich aber abermals nicht gegen die Konkurrenz in der Werder-Offensive durchsetzen. Es folgte eine weitere (halbjährige) Leihe zum Kiez-Klub, ehe er 2017 zum ersten Mal das Abenteuer Eredivisie anging. Doch trotz ansprechender Statistiken hielt es ihn beim VVV Venlo nur ein Jahr. Nach seiner Rückkehr nach Bremen wurde Thy gleich wieder verliehen. Diesmal in die türkische Süper Lig. Sein Aufenthalt beim Aufsteiger BB Erzurumspor währte abermals nur kurz. Nach einem halben Jahr kehrte Thy wieder zurück, um noch im selben Winter 2019 beim PEC Zwolle zu unterschreiben. Der Vertrag dort wird der angegebenen Quelle zufolge aber nicht verlängert - womit Thy ab diesem kommenden Sommer ablösefrei wäre.


Bei Werder Bremen konnte sich Thy nicht durchsetzen

Neben dem HSV soll auch Feyenoord Rotterdam am früheren deutschen Jugendnationalspieler (durchlief sämtliche Altersstufen im DFB-Nachwuchs) interessiert sein. Pikant: Feyenoord (wo der frühere HSV-Sportchef Frank Arnesen tätig ist) kam den Hamburgern im vergangenen Winter in der Personalie Robert Bozenik in die Quere - und verpflichtete den Slowaken, nachdem es lange Zeit so ausgesehen hatte, dass die Rothosen das Rennen machen würden.