Bei Manchester City geht es in der Liga weiter drunter und drüber. Mit zwei Siegen in der Champions League kann Coach Pep Guardiola zumindest auf internationaler Ebene durchschnaufen und nutzt daher die Gunst der Stunde, sich gegen alle Kritiker zu wehren. Nichtsdestotrotz könnte der Spanier im kommenden Sommer den Trainerstuhl der Cityzens verlassen und Platz für namhafte Nachfolger schaffen. Im Fokus befindet sich RB Leipzigs Julian Nagelsmann.


Mit gerade einmal acht Zählern aus fünf Spielen und Tabellenplatz 13 sieht der Auftakt von Manchester City in die neue Spielzeit der Premier League alles andere als rosig aus. Pep Guardiola legt damit sogar seinen historisch und persönlich schlechtesten Start als Cheftrainer in eine neue Saison hin. Die Kritik der Fans und Medien sei zwar durchaus berechtigt, schlage hier und da allerdings maßlos über die Stränge hinaus.


"Wenn du gewinnst, ist es gut, aber wenn du es nicht tust, wollen die Leute alles zerstören." Pep Guardiola via BT Sport

"Wir müssen die Kritik akzeptieren", so Guardiola gegenüber BT Sport. "Wir spielen alle drei Tage, wenn du gewinnst, ist es gut, aber wenn du es nicht tust, wollen die Leute alles zerstören." Zumindest in der Champions League verschafften sich die Cityzens ein kleines Polster. Nach dem 3:1-Heimerfolg im ersten Gruppenspiel gegen den FC Porto, folgte am Dienstagabend ein souveränes 3:0 bei Olympique Marseille.


Work in progress: Man City auf dem Weg zur Konstanz


Ein wichtiges Ergebnis für Guardiola und Co, zumal seine Elf spätestens nach der 5:2-Niederlage gegen Leicester City am dritten Spieltag der englischen Premier League in den Fokus zahlreicher Kritiker rückte. Dabei dürfe man insbesondere die zuletzt schwierige Situation der Himmelblauen keineswegs außer Acht lassen: "Es geht darum, woher wir kommen, mit mangelnder Vorbereitung, Verletzungen und Covid-19. Aber die Champions League findet nun zu einem guten Zeitpunkt statt. Ich bin mir sicher, wir werden unsere Konstanz finden."


Pep Guardiola hatte gegen Marseille nur wenige Einwände

Mit der Leistung seiner Jungs gegen den starken Vizemeister aus Frankreich gab sich Guardiola im Anschluss der Partie definitiv zufrieden: "Wir haben wirklich gut gespielt, wenig zugelassen und hatten die Kontrolle, waren geduldig aber aggressiv gegen den Ball. Ich bin sehr glücklich über die Leistung und das Ergebnis. Es ist immer schwierig auswärts zu gewinnen."



Feuer frei für Nagelsmann?


Mit den Roten Bullen befindet sich Erfolgstrainer Julian Nagelsmann auf dem besten Weg, dem deutschen Rekordmeister ein Beinchen zu stellen. RB Leipzig nimmt weiter Fahrt auf und möchte die Bayern jagen. Ein klares, langfristiges Ziel der Sachsen, welches gemeinsam mit dem 33-jährigen Coach verwirklicht werden soll. "Ich bin total entspannt. Julians Vertrag läuft bis 2023. Ich habe nicht das Gefühl, dass RB ein unattraktiver, stagnierender Verein für ihn ist. Ganz im Gegenteil", entgegnete Klub-Boss Oliver Mintzlaff erst kürzlich der Sport Bild.


Englische Medien spekulieren: Nagelsmann (l.) könnte das Amt von Guardiola (r.) übernehmen

Dennoch spekuliert die englische Daily Mail weiterhin, dass Nagelsmann im Sommer 2021 den spanischen Coach der Cityzens beerbt. Guardiolas Vertrag läuft im kommenden Juni nach fünf Jahren aus und könnte nicht verlängert werden. Es ist an der Zeit für einen Tapetenwechsel. Um Nagelsmann vom Bundesligisten auf die Insel zu lotsen, müssten die Engländer laut Bild-Zeitung rund 15 Millionen Euro Ablöse bieten.


Ob Nagelsmann dann überhaupt Lust auf ein Engagement in Manchester hat, steht auf einem ganz anderen Blatt. "Im Moment bin ich voll fokussiert auf Leipzig. Ich habe Vertrag und die Arbeit macht Spaß. Aber ich weiß nicht, was die Zukunft bringt", verriet Nagelsmann via Bild. Laut dem Boulevardblatt wird der deutsche Fußballlehrer zumindest schon "intensiv beobachtet". Potenzieller Nachfolger Guardiolas könnte ansonsten auch Ex-Tottenham-Coach Mauricio Pochettino werden.