Treffen sich ein Deutscher, ein Holländer und ein Franzose beim FC Barcelona...nein, keine Angst, jetzt kommt kein abgedroschener Witz oder so was. Vielmehr sollen Marc-André ter Stegen, Frenkie de Jong und Clément Lenglet die einzigen im Kader der Blaugrana sein, die ein von der Mannschaft an den Klub gerichtetes Burofax nicht unterschreiben wollen.


Und dabei geht es - natürlich - mal wieder um das liebe Geld. Hintergrund: der Klub hatte seine kickenden Angestellten darum gebeten, auch in dieser jüngst begonnenen Spielzeit doch bitte zeitweise auf Teile ihres Gehalts zu verzichten.


Aufgrund der durch die Corona-Pandemie bedingten Einnahmeverluste (in der letzten Saison auf etwa 200 Millionen (!) beziffert) sah sich der Klub zu diesem Schritt genötigt. Bereits in der vergangenen Spielzeit hatten die Profis zeitweise auf Teile ihres Salärs verzichtet.


Doch während der selbstauferlegte (oder blumig formuliert: solidarische) salary cut damals, auch aufgrund der dramatischeren Ausgangslage (weil niemand wusste, wo der Weg hinführen würde), relativ reibungsfrei über die Bühne ging, opponieren die Profis nun gegen die abermalige Kürzung.


Aber eben nicht alle. Marc-André ter Stegen, Clément Lenglet und Frenkie de Jong sollen ihre Unterschrift unter die kollektive Ablehnung des restlichen Teams bezüglich der Pläne der Vereinsführung nun verweigert haben. So berichteten es übereinstimmend spanische Medien unter Berufung auf den spanischen Radiosender RAC1.


Könnte mit dem neuen Vertrag bei Barça zum bestbezahlten Keeper der Welt werden: Marc-André ter Stegen

Im speziellen Fall des deutschen Keepers irgendwo auch nachvollziehbar. Der 28-jährige Nationalkeeper steht zur Zeit in Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung über den Sommer 2022 hinaus.


Sollte eine Einigung erzielt werden, würde ter Stegen vermutlich zum bestbezahlten Keeper der Welt aufsteigen. Satte 18 Millionen Euro könnte er in den letzten beiden Jahren des angedachten neuen Vierjahresvertrages (bis 2025) kassieren.


Eine Weigerung, davon etwas abzugeben, würde schon rein gesellschaftlich kein allzu gutes Licht auf ihn werfen. Und auch seine Position gegenüber dem Klub schwächen. Gespannt darf man nun darauf sein, wie dieses Ausscheren des Trios aus der Gruppendisziplin vom Rest der Mannschaft aufgenommen wird.