Der BVB wartetet weiterhin auf das Comeback von Marco Reus. Der Kapitän der Schwarz-Gelben laboriert nach einem guten halben Jahr weiterhin an einer Sehnenverletzung und wird auch den Trainingsstartschuss in die kommende Spielzeit verpassen. Ein Update zur aktuellen Reus-Situation.


Am heutigen Donnerstag treffen sich die BVB-Profis erstmalig nach viereinhalb wöchiger Pause am Vereinsgelände in Brackel. Bevor man am Montag mit der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit startet, steht der obligatorische Laktat- sowie Medizin- und Corona-Test an. Mit dabei sind auch die zuletzt verletzten Akteure Mo Dahoud, Thomas Delaney, Manuel Akanji und Marco Reus.


Letzterer wird den Startschuss am Montag dabei definitiv verpassen. Reus zog sich Anfang Februar im Pokalspiel gegen Werder Bremen eine Sehnenverletzung im Adduktorenbereich zu. Die damalige Prognose lautete: vier Wochen Pause.


Pustekuchen! Nach satten sechs Monaten ackert der 31-jährige Nationalspieler noch immer an seinem Comeback. Für eine schnellere Genesung kam Physio Thomas Zetzmann sogar mit in den Familien-Urlaub nach Ibiza.


177 Tage Pause: Reus mit schmerzverzogenem Gesicht nach dem Pokalspiel in Bremen

Reus weiterhin nicht vollständig belastbar


Wirklich geholfen hat all das noch nicht. Reus ist weiterhin nur eingeschränkt belastbar. Besonders bei Schussübungen hat der Offensiv-Allrounder laut kicker einige Probleme, die seine Rückkehr erschweren. In den kommenden Tage wolle man sich mit Mannschaftsarzt und Spieler zusammensetzen und die Situation vernünftig besprechen, erklärte Sportdirektor Michael Zorc dem Sportmagazin. Weitere Therapie-Maßnahmen sind angedacht.


Für die Schwarz-Gelben wäre eine baldige Rückkehr ihres Kapitäns natürlich von großem Vorteil. Dennoch kennt man in Dortmund bereits sein ewiges Leid. Seitdem Reus im Ruhrpott seine Schuhe schnürt, stand er in gerade einmal 57,3 Prozent der möglichen Einsatzzeit auf dem Platz. 129 Tore sowie 82 Vorlagen in 266 Spielen unterstreichen nichtsdestotrotz seine Wichtigkeit für den Klub.


Bis zu seiner Verletzung ein wahres Dreamteam: Jadon Sancho und Marco Reus

Auch in dieser Spielzeit hatte Reus bis zu seinem Ausscheiden erheblichen Anteil am Erfolg seines Klubs. Lediglich Kollege Jadon Sancho hatte mit 15 Treffern öfter gejubelt als Reus mit seinen zwölf Toren.


Wer weiß, wie das Titelrennen mit einem gesunden Marco Reus ausgesehen hätte. Nun sind alle Augen auf eine schnelle Genesung des gebürtigen Dortmunders gerichtet. Die Bild vermutet, dass der Kreativspieler frühestens zum Trainingslager in der Schweiz am 10. August zur Mannschaft stoßen wird.