Wird ein VfB-Eigengewächs bald zum drittteuersten Torwart der Welt? Odysseas Vlachodimos steht im Fokus von Newcastle United. Die neureichen Magpies sollen offenbar dazu bereit sein, die üppige Ausstiegsklausel des 26-jährigen Befnica-Keepers zu bezahlen.


Odysseas Vlachodimos wurde seit frühester Jugend beim VfB Stuttgart ausgebildet und reifte bei den Schwaben zum deutschen U21-Nationalkeeper und Torwarthoffnung. Der Durchbruch bei seinem Ausbildungsklub blieb ihm allerdings verwehrt, Vlachodimos bekam beim VfB keine Chance mehr.


Und so führte der Weg des Deutsch-Griechen im Januar 2016 ablösefrei zu Panathinaikos nach Athen. Dort machte er sein Versprechen mit etwas Verspätung wahr und entwickelte sich zu einem international begehrten Schlussmann. Für den VfB war es da aber schon zu spät - Vlachodimos wechselte zweieinhalb Jahre später weiter nach Portugal zu Benfica, wo er als Stammkeeper regelmäßig überzeugende Leistungen zeigt.


Vlachodimos im VfB-Trikot

Zieht Newcastle bei Vlachodimos die Ausstiegsklausel?


Der 26-Jährige, mittlerweile sechsfacher A-Nationalspieler Griechenlands, könnte nun bald einer der teuersten Keeper der Welt werden. In seinem bis 2024 laufenden Vertrag bei Benfica soll eine Ausstiegsklausel in Höhe von 60 Millionen Euro verankert sein. Wie mehrere portugiesische und englische Medien berichten (u.a. A Bola), steht Vlachodimos auf dem Zettel von Newcastle United.


Bei den Magpies spielt mit dem wohl bald neuen Eigentürmer Mohamed bin Salman Geld keine Rolle mehr. Der Saudi-Prinz soll ein Vermögen von 300 Milliarden Euro besitzen. Vlachodimos könnte er zum drittteuersten Keeper aller Zeiten machen


"Das nun viele Begehrlichkeiten für Odi bestehen, ist eine Bestätigung seiner starken Leistungen in den vergangenen Spielzeiten", erklärte Joannis Koukoutrigas, Geschäftsführer der Berater-Agentur fair-sport, die auch Vlachodimos vertritt, gegenüber der Bild vielsagend.


VfB muss auf staatliche Ausbildungs-Vergütung hoffen


Anders als bei seinem Wechsel von Athen nach Lissabon kann der VfB nicht mehr an der Ablösesumme beteiligt werden. 2018 kassierten die Stuttgarter noch 30 Prozent der Einnahmen (rund 720.000 Euro). Nun könnte man immerhin noch auf eine staatliche Ausbildungs-Vergütung hoffen. Die liegt bei rund fünf Prozent der Ablöse - wären also etwa 300.000 Euro.