Zum Abschluss des zweiten Spieltages der Bundesliga empfing der SC Freiburg am Sonntagabend den VfL Wolfsburg. Nach einer schwungvollen Partie stand am Ende ein 1:1, mit dem die Wölfe sicherlich besser leben können als die Gastgeber


Tore: 1:0 Petersen (11.), 1:1 Brekalo (42.)


Die Freiburger brachten im Vergleich zum 3:2 in Stuttgart Neuzugang Santamaria für Jeong, ansonsten vertraute Trainer Christian Streich der siegreichen Elf aus dem ersten Saisonspiel.

Die Wölfe wechselten im Vergleich zum Spiel in der EL-Qualifikation unter der Woche gleich sieben Spieler im Hinblick auf die Belastungssteuerung aus - Torwart Casteels musste aufgrund von Knieproblemen kurzfristig durch Pervan ersetzt werden.


Petersen mit Köpfchen - Brekalo mit Gewalt


Vor 3.200 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion überließen die Hausherren den Ball zu Beginn den Wolfsburgern. Das Aufbauspiel der Freiburger beschränkte sich vorerst auf lange Schläge hinten raus und das lauern auf den zweiten Ball. Joao Victor und Ginczek konnten früh die ersten Abschlüsse für die Wölfe verbuchen.


Freiburg lauerte auf Konter und hatte nach zehn Minuten über eben einen solchen Gegenstoß die erste Chance per Eckball bekommen - und die war drin! Grifo schnitt die Ecke auf den ersten Pfosten, wo Petersen gekonnt gegen die eigene Laufrichtung einköpfte.


Nils Petersen ließ sich für sein 1:0 feiern

Ein User brachte die Anfangsphase auf den Punkt:


Am Spielvortrag der beiden Kontrahenten änderte sich nun natürlich nichts - Wolfsburg hatte den Ball, Freiburg versuchte über zielstrebige Schnellangriffe nachzulegen. Die Gastgeber zeigten sich in der Folge präsenter und hatten nach einem Freistoß von Grifo, den Pervan gut parierte, durch Schmid noch weitere Möglichkeiten in der ersten halben Stunde. Wolfsburg wirkte schlicht ein wenig zu müde, um in dieser Phase gegenzuhalten.


Allerdings bissen sich die Wölfe zurück in die Partie und kamen ihrerseits zu guten Möglichkeiten. In der 42. Minute bekamen sie einen Freistoß an der Freiburger Strafraumgrenze. Brekalo nahm sich der Sache an und drosch den Ball zum Ausgleich in die Maschen - Sallai hatte das Leder noch abgefälscht. Wieder zeigte sich ein User aufmerksam:


Mit dem 1:1 ging es dann auch in die Pause, Freiburg hätte nach der ersten Hälfte anhand der Chancen jedoch auch führen können.


Freiburg dominiert, macht aber die Tore nicht


Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine und brauchten ein wenig, um den Schwung der ersten Hälfte wieder aufzunehmen. Sallai schloss in der 57. Minute nach einem tollen Solo vom Strafraum mit links ab, doch Pervan parierte. Den Abpraller verwandelte Höler, stand dabei jedoch im Abseits.


Lucas Höler jubelte schon über das 2:1, stand aber im Abseits

Fünf Minuten später zielte Günter mit einem strammen Versuch aus der Distanz knapp am Wolfsburger Gehäuse vorbei. Kurz darauf traf Santamaria nur den Innenpfosten der Wölfe, weil Pervan überragend mit den Fingerspitzen zur Stelle war - Freiburg war nah dran an der erneuten Führung.


Christian Streich schickte seine Mannen nach vorne

Zehn Minuten später hatten Heintz, Santamaria, Petersen und wieder Santamaria kurz nacheinander vier gute Möglichkeiten, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Freiburg dominierte in diesem Spielabschnitt extrem, verpasste aber die Erlösung. Kurz darauf hätte sich dies fast gerächt, doch Otavio verpasste nach einem Konter das Zuspiel auf den eingewechselten Weghorst im Freiburger Fünfmeter-Raum und damit ein fast sicheres Tor.


Wolfsburg hatte dem Druck der Hausherren standgehalten und ging nun selbst auf den Siegtreffer. Doch die größte Chance gab es auf der anderen Seite, als Höler nach einem Fehlpass von Weghorst alleine auf Pervan zulief, doch der Wölfe-Keeper blieb standhaft.

Am Ende musste besonders Freiburg mit dem 1:1 leben und sich eine mangelnde Chancenverwertung vorwerfen lassen.