Am Wochenende hat Hertha BSC den FC Augsburg mit 3:0 geschlagen, nach zuvor fünf Spielen ohne Sieg geht man in der Hauptstadt nach einer letzten Landung auf dem Flughafen Tegel also mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause - wir werfen einen Blick darauf, welche Spieler beim deutlichen Auswärtssieg besonders herausstachen.



Omar Alderete - defensiv fast fehlerlos und wichtig im Spielaufbau


Hertha-Neuzugang Omar Alderete

Gut bei Hertha BSC hat sich bisher Deadline-Day-Zugang Omar Alderete eingefügt: Neben Dedryck Boyata bringt der Paraguayer der Hertha-Defensive in der Abwesenheit deutlich mehr Ruhe als Karim Rekik, gegen den FCA spielte Hertha nun sogar erstmals in dieser Saison zu null. Aber nicht nur defensiv lief es gegen Augsburg nahezu perfekt für Alderete: Immer wieder konnte der Neuzugang mit starken Pässen in die Augsburger Hälfte überzeugen, ein ums andere Mal gelang es ihm so, zumindest die erste Augsburger Pressing-Linie zu überspielen.

Fazit: Wenn Jordan Torunarigha nach seiner Covid-Erkrankung zurückkehrt, wird er den Startelf-Platz von Alderete nicht geschenkt bekommen.



Niklas Stark - lückenloses Mittelfeld


Für Niklas Stark geht es nun bei der Nationalmannschaft weiter

Nachdem er zu Beginn der Saison insbesondere in der Innenverteidigung immer wieder Probleme hatte, scheint Niklas Stark auf der Sechser-Position von Spiel zu Spiel besser zu werden: Gegen Augsburg lieferte der Nationalspieler seine bisher beste Leistung und konnte vollumfänglich überzeugen. Defensiv stopfte er das eine oder andere Loch im Hertha-Mittelfeld, offensiv kam er zwei Mal zum Kopfball - ein Mal parierte Augsburg-Keeper Rafal Gikiewicz, einmal ging der Ball knapp am Augsburger Gehäuse vorbei. In der aktuellen Form dürfte Stark auch in den kommenden Wochen ein gefragter Mann im Hertha-Mittelfeld sein.



Mattéo Guendouzi - starkes Startelfdebüt


Startelfdebüt geglückt für Mattéo Guendouzi

Bereits nach seiner Einwechslung gegen den VfL Wolfsburg hatte Mattéo Guendouzi seine Klasse in der letzten Woche angedeutet, in Augsburg stand die Arsenal-Leihgabe auch erstmals in der Startelf, war über 90 Minuten überall auf dem Platz zu finden: der unermüdliche Franzose beackerte beinahe den ganzen Platz, gab Kommentare und dirigierte phasenweise seine Mitspieler. Von sieben Zweikämpfen konnte Guendouzi sechs Stück gewinnen, zudem war er im Hertha-Mittelfeld der Spieler mit den meisten Ballkontakten und der höchsten Passquote.


Matheus Cunha - überzeugend wie gewohnt


Matheus Cunha steht nach sechs Spielen bei vier Toren und zwei Assists

In der Offensive war einmal mehr Matheus Cunha der Unterschiedsspieler: In der ersten Halbzeit verwandelte der junge Brasilianer einen Elfmeter denkbar abgezockt, in der zweiten Hälfte legte er Stürmer Piatek zwei Riesenchancen auf - einmal traf der Pole den Pfosten, beim zweiten Versuch landete der Ball zum 3:0-Endstand im Tor. Auch sonst war Cunha einmal mehr überall in Herthas Offensive zu finden, verteilte klug die Bälle und sorgte mit dem einen oder anderen Dribbling für Gefahr.