Seit Mitte Juli bereiten sich die Bayern auf den Restart der Champions League vor. Am Samstagabend steht für den Rekordmeister zunächst das Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea auf dem Programm. Trainer Hansi Flick sprach im Vorfeld der Partie über die Ziele in der Königsklasse und äußerte sich auch zu David Alaba und Thiago, über deren Zukunft seit geraumer Zeit fleißig spekuliert wird.


Ende Februar haben die Bayern mit dem 3:0-Auswärtssieg an der Stamford Bridge einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale gemacht. Im Interview mit Sport1 warnte Flick allerdings davor, das Rückspiel auf die leichte Schulter zu nehmen. "Wir alle wissen, dass wir sehr gute Voraussetzungen haben, aber das Rückspiel muss erst einmal gespielt werden", betonte der 55-Jährige. "Chelsea hat durch die letzten Wochen einen Rhythmus, der uns fehlt. Das war uns aber klar."


"Das zeichnet den FC Bayern aus, das ist unsere DNA." Hansi Flick

Flick will sich mit seiner Mannschaft keinesfalls auf dem Hinspielergebnis ausruhen "und das Spiel gewinnen. Um ins Viertelfinale zu kommen, brauchen wir Vertrauen in unsere eigene Stärke", so der Ex-Bayern-Profi. "Was uns zuletzt ausgezeichnet hat, ist, dass wir den unbedingten Willen hatten, die Spiele zu gewinnen." Auch wenn die Spiele schon entschieden waren, habe seine Mannschaft eine außergewöhnliche Mentalität an den Tag gelegt. "Das zeichnet den FC Bayern aus, das ist unsere DNA."


Sollten die Bayern ins Finalturnier in Lissabon einziehen, "haben wir die Zielsetzung, dieses Power-Turnier möglichst erfolgreich zu spielen", führte Flick weiter aus. Der Übungsleiter nahm in den letzten Wochen zur Kenntnis, dass der FC Bayern von vielen als Mitfavorit auf den Titel gesehen wird. "Aber wenn dieses Turnier angepfiffen wird, sind so viele Mannschaften dabei, die über eine enorme Qualität verfügen, sodass es immer wieder auf die Tagesform ankommen wird", sagte der FCB-Coach.


Steht nach sieben Jahren vor dem Abschied: Thiago

Auch wenn beim Rekordmeister der Fokus derzeit voll und ganz auf der Champions League liegt, sorgt die eine oder andere Personalie immer wieder für Gesprächsstoff. Ein Dauerthema in den letzten Wochen war die Zukunft von Thiago, der die Münchner nach sieben Jahren wohl verlassen wird. Dem Vernehmen nach steht der Spanier bei einigen Top-Klubs auf dem Zettel, der FC Liverpool scheint jedoch das Rennen um den Mittelfeldspieler für sich entschieden zu haben.


Den Wechselwunsch von Thiago kann Flick durchaus nachvollziehen. "Thiago hat in Spanien beim FC Barcelona gespielt und in der Bundesliga für den FC Bayern München", erklärte der 55-Jährige. "Wenn er es jetzt vielleicht nochmal in der Premier League versuchen will, habe ich dafür absolutes Verständnis." Einen Abgang des Mittelfeldspielers würde der Chefcoach allerdings sehr bedauern, "weil Thiago unserem Spiel das gewisse Etwas gibt. Deswegen hätte ich gerne auch in den nächsten Jahren im Team, aber so ist das Leben. Es ginge weiter", sagte Flick, der zur Suche nach einem passenden Nachfolger keine Wasserstandsmeldung abgeben wollte.


Flick hofft auf Alaba-Verbleib


Neben Thiago könnte der FC Bayern in diesem Sommer mit Alaba einen weiteren verdienten Spieler verlieren. Der Vertragspoker mit dem Österreicher zieht sich bereits seit geraumer Zeit hin und der Ausgang der Gespräche scheint völlig offen zu sein. Mit der aktuellen Situation "können alle sehr gut umgehen", erklärte Flick. "Und David hat noch ein Jahr Vertrag. Wir alle wollen, dass David verlängert. Und ich hoffe natürlich, dass er das auch macht."


Alaba habe in der Rückrunde richtig starke Leistungen gebracht und sei ein Führungsspieler geworden. In der Innenverteidigung führt laut Flick aktuell kein Weg am 28-Jährigen und Jerome Boateng vorbei. "Sie haben in den letzten Monaten hervorragend harmoniert und sind topfit", betonte der Bayern-Coach. "Aber klar ist auch, dass beide das Vertrauen mehr als gerechtfertigt haben. Unser Ziel ist es aber auch, Lucas Hernández und Niklas Süle wieder ranzubringen."


Vertraglich noch bis 2021 gebunden: David Alaba

Zu Nationalspieler Kai Havertz, der bereits seit dem letzten Jahr immer wieder mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wurde, wollte sich Flick nicht weiter äußern. "Das ist kein Thema, also mache ich mir darüber auch keine Gedanken", sagte der gebürtige Heidelberger. Sollte der 21-Jährige Bayer 04 Leverkusen in diesem Sommer verlassen, könnte er sich wie Timo Werner dem FC Chelsea anschließen.