Der FC Bayern plant weiter die Zukunft: Nach den Vertragsverlängerungen von Trainer Hansi Flick, Identifikationsfigur Thomas Müller und Kapitän Manuel Neuer soll auch David Alaba unbedingt gehalten werden. Flick plant mit dem Eigengewächs als Abwehrchef - auch über die kommende Saison hinaus.


"Ich habe da mit ihm drüber gesprochen. Er kann es sich sehr gut vorstellen, dass er die Position dauerhaft ausfüllt. Seine Entwicklung als Innenverteidiger ist hervorragend. Er hat eine sehr gute Spieleröffnung. Er führt, gibt Kommandos - das freut mich. Ich fordere auch ein, dass sich die Spieler gegenseitig coachen und pushen", erklärte Flick gegenüber der Bild.


Das Problem: Bislang gibt es keine neuen Entwicklungen, ob Alaba seinen bis 2021 datierten Vertrag in München verlängern möchte. Seine starken Leistungen als Innenverteidiger machen ihn für andere Top-Klubs noch attraktiver - das weiß auch Flick: "Das sehen natürlich auch andere Vereine."


Hansi Flick baut auf Alaba als Abwehrchef

Welche Klubs kommen für Alaba infrage?


Gerade die spanischen Großklubs Real Madrid und der FC Barcelona würden den Österreicher wohl reizen. Die Premier League wurde ebenfalls immer wieder als potenzielles Ziel ins Spiel gebracht. Doch wer würde in England wirklich infrage kommen? Chelsea ist aktuell sportlich nicht so aufgestellt, dass sich Alaba seinen Traum vom zweiten Henkelpott bei den Blues zeitnah erfüllen könnte. Gleiches gilt für Manchester United oder Arsenal. Manchester City mit Pep Guardiola droht in den kommenden beiden Champions-League-Spielzeiten zuschauen zu müssen. Bliebe der FC Liverpool, wo Alaba mit Virgil van Dijk ein kongeniales IV-Paar bilden könnte. Vom Interesse der Reds ist bislang allerdings noch nichts bekannt.


Bei Real Madrid ist man derzeit in der Abwehrzentrale mit Ramos und Varane gut aufgestellt. Alaba würde bei den Königlichen wohl eher wieder als Linksverteidiger eingesetzt werden. Bei Barça ist Jordi Alba der Platzhirsch hinten links, in der Zentrale wäre schon eher Bedarf. Doch sowohl Real Madrid als auch Barça haben zumindest in diesem Sommer andere Spieler ganz oben auf der Liste.


Flick hofft auf Alaba-Verlängerung - Österreicher würde zum Top-Verdiener werden


Vorteil FC Bayern also? "Es ist aber selbstverständlich, dass ich mir wünsche, dass so ein Spieler, der hier ausgebildet wurde, weiter Teil des Vereins ist", sagt Flick. Dafür muss der Rekordmeister aber tief in die Gehaltstasche greifen. Alaba müsste man einen neuen Vertrag wohl mit einem Gehalt schmackhaft machen, mit dem er zu einem der absoluten Topverdiener werden würde. Da man an der Säbener die 20-Millionen-Euro-Marke nicht durchbrechen möchte, könnte Alaba ein Salär in Sphären von Manuel Neuer angeboten werden.


Das wären dann etwa 17-18 Millionen Euro im Jahr. Zusammen mit der Aussicht auf die Chefrolle in der Abwehr und Förderer Flick an der Seitenlinie, ein durchaus attraktives Paket. Zumal der FCB unter Flick gezeigt hat, dass der Sieg in der Champions League auch in den kommenden Jahren wieder durchaus möglich sein wird.


Dank seiner überragenden Leistungen wird der FC Bayern in jedem Fall alles versuchen. Der Ball liegt beim Österreicher - dessen Verhandlungsposition derzeit nicht besser sein könnte...